Damen 1

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Liebe Handballfreunde,

Selten zuvor haben wir diesen Satz so ernst gemeint wie dieses mal:

Wir freuen uns, Sie als Zuschauer in der Raichberghalle zu unseren Spielen begrüßen zu dürfen.

Dass dieser Satz einmal so eine Bedeutung haben könnte, daran war bis vor kurzem noch nicht zu denken. Doch werfen wir zunächst einmal einen Blick zurück auf eine denkwürdige Runde.

Mit einer nur wenig veränderten Mannschaft startete die HSG nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr in das Unternehmen „Verbandsliga-Qualifikation“. Von vornherein stand fest, dass dazu ein Platz unter den ersten Vier erreicht werden müsste. Die HSG stand vom ersten Spieltag an unter den ersten vier, wobei sich bereits nach wenigen Spieltagen die Top 4 vom Rest der Liga absetzen konnten. Nach einem dritten Platz zur Winterpause, spielte sich die Mannschaft auf Platz 2 und hätte am 14. März 2020 die sichere Qualifikation für die Verbandsliga aus eigener Kraft klarmachen können. Doch nur 24 Stunden zuvor kam die Nachricht des Handballverbandes über die Absetzung aller Spiele. Der Sport trat von nun an in den Hintergrund. Während die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie umgesetzt wurden, war ziemlich schnell klar, dass die Saison nicht wie gewohnt beendet werden kann. Der HVW arbeitete an einer Lösung und fand diese in einer Quotientenregelung. Am 22. April kam dann endlich die erlösende Nachricht: Die Verbandsliga wird wie geplant eingeführt und die HSG ist dafür als Vizemeister qualifiziert. Der wohl ungewöhnlichste Aufstieg der HSG-Geschichte war erreicht und aufgrund der Leistungen in den Vorjahren auch zweifelsfrei verdient.

Mit dem Aufstieg endet leider auch die Zeit von Pascal Rau als Co-Trainer, der die zweite Herrenmannschaft übernehmen wird. Verabschieden müssen wir uns auch von Laura Bader, die zwei Jahre das HSG-Trikot trug.

Eine Pause vom Handball einlegen werden Nicki Fröscher und Corinna Zeis, bei denen aber erfreuliche Gründe dies nötig machen. Beide erwarten Nachwuchs. Euch allen ein großes Dankeschön an dieser Stelle für euren Einsatz in den vergangenen Jahren.

Nun soll es also am 10. Oktober losgehen. Nachdem die Lockerungen nach und nach beschlossen wurden, startete die Mannschaft anfangs mit Ausdauereinheiten in Eigenregie, danach folgte ein Training in kleinen Gruppen, ehe ein handballspezifisches Training gestattet wurde. Die Situation war und ist sicherlich nicht optimal und erfordert ein noch höheres Maß an Verantwortlichkeit und Rücksichtnahme, aber dies bewältigte man in den bisherigen Monaten vorbildlich.

Das Gesicht der Mannschaft wird sich nur punktuell verändern. Den schon genannten Abgängen stehen fünf Neuzugänge gegenüber. Vom HT Uhingen/Holzhausen wechselt die erfahrene Rückraumspielerin Larissa Voith zur HSG. Ebenfalls im Rückraum wird Alina Fuss vom TSV Bartenbach zum Einsatz kommen. Dritter externer Neuzugang ist Emily Schubert vom TSV Heiningen. Nach überstandener Schulterverletzung soll sie die Außenposition verstärken. Mit Leonie Pfister und Nicole Aurenz zählen zwei Jugendspielerinnen zum Kader, die sich mit guten Leistungen bei der zweiten Frauenmannschaft empfohlen haben.

Auch Lara Kreidenweiß kann als Neuzgang gezählt werden. Sie war schon im letzten Jahr in zwei Spielen im Einsatz, verletzte sich aber langfristig und wird jetzt wieder angreifen. In der Vorbereitung zählte außerdem Leonie Husar zum Kader, die zuerst jedoch ein Jahr im Ausland  verbringen wird.

Eine wichtige Änderung ist die Position des Co-Trainers. Dies übernimmt Marilena Costanzo die jedoch auch als Spielerin fungieren wird.

Weiter für die HSG im Einsatz sind Sabine Trzaska, Christin Findeis und Sophie Tekdal im Tor. Annabelle Eble, Corina Hommel, Janina Schulz, Lisa Kottmann, Maren Rieger, Rita Trzaska, Sina Frasch, Stefanie Koser und Stefanie Stark komplettieren den Kader. Trainerin Sabrina Adelmann geht in ihr viertes Jahr und wird von Torwarttrainer Markus Dannenmann unterstützt. Am Zeitnehmertisch nimmt weiterhin Michael Frick Platz.

Die Verbandsliga Süd besteht aus 11 Mannschaften. Mit der HSG sind drei weitere Vereine aus dem Bezirk Esslingen Teck eingeteilt. Der TSV Köngen, TSV Zizishausen und die neu gegründete HSG Ermstal, ein Zusammenschluss aus Dettingen und Urach, kommen alle drei aus der Württembergliga und garantieren spannende Derbys. Mit der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf trifft man auf einen Gegner aus der letztjährigen Landesliga. Auch diese Partien waren stets spannend und hart umkämpft. In den Raum Achalm/Nagold geht es gegen zwei unbekannte Gegner für die HSG. Die SG Ober-/Unterhausen und Handball Pfullingen kommen ebenfalls aus der Württembergliga, genauso wie der FC Burlafingen und der SC Lehr. Die weitesten Reisen führen die HSG zum TV Weingarten und der MTG Wangen, gegen die man zuletzt 2018/2019 antrat.

Mit 3 „Aufsteigern“ aus der Landesliga und 7 „Absteigern“ aus der Württembergliga kann das Saisonziel nur Nichtabstieg heißen. Nach den Erfahrungen der Vorsaison ist es umso wichtiger gleich zu Beginn möglichst viele Punkte auf der Habenseite zu verbuchen. Dies sollte möglich sein, zeigte doch schon die Vorbereitung dass man bei der Zusammenstellung des Kaders auf eine gute, harmonische Mischung sowohl aus sportlicher als auch aus menschlicher Sicht Wert gelegt hat. Doch nicht nur die sportlichen Herausforderungen stehen dieses Jahr im Mittelpunkt. Die hohen Anforderungen, die die Vereine in ihren Hygienekonzepten umsetzen müssen, werden auch die Mannschaft beschäftigen. Hier gilt es möglichst zielorientiert die Situation anzunehmen, und auf dem Spielfeld möglichst auszublenden. Wer diesen Spagat am besten beherrscht, wird sicherlich im Vorteil sein.

Die Mannschaft hat immer von und mit ihren Fans ihren Sport gelebt. Nach jetzigem Stand wird dies in dieser Saison aufgrund der Hygienevorgaben erschwert. Da diese sich stetig ändern, ist es beim Schreiben dieser Zeilen nicht einfach hier eine Vorhersage zu erstellen. Eine Beschränkung von Auswärtsfans ist wahrscheinlich. In der heimischen Halle wird der einzuhaltende Mindestabstand ein sicher ungewohntes Bild bieten. Gerade deshalb schicken wir an dieser Stelle jetzt schon ein großes Dankeschön an unsere Fans raus. Wir sind uns der Unterstützung bewusst, auch wenn es aufgrund der Auflagen rund um unser aller Gesundheit nicht wie gewohnt ablaufen wird.

 Auf eine gute, gesunde und verletzungsfreie Saison !

 

 

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