S036 Scherr

Spielbericht der Herren 2

Spiel vom 2018-10-06, 16:00

TSV Denkendorf 2 : HSG Ebersbach/Bünzwangen 2      27 : 18

HSG gegen sich selbst

Auch im dritten Spiel konnte die HSG nichts Zählbares erben. Besonders zum Grübeln sollte nach dieser Partie die Tatsache geben, dass die HSG nicht gegen einen besseren Gegner - im Gegenteil - sondern gegen sich selbst verlor. 20 Minuten in der ersten und 10 Minuten in der zweiten Hälfte spielte man druckvollen und effektiven Handball, bei den verbleibenden 50% der Gesamtspielzeit verhedderte man sich in technischen Fehlern en masse, haarsträubenden Abschlüssen und kopflosen Einzelaktionen. Unterm Strich steht eine Niederlage mit neun Toren Differenz, mit der man in dieser Höhe d´accord gehen kann, weil sie aufzeigt, woran es bei Bachleitners Sieben krankt.

Stähle eröffnete zum 0:1 und war auch beim 2:2 zur Stelle. Die erste Viertelstunde blieb aber insgesamt ausgeglichen, wobei beide Teams immer wieder durch die selben Aktionen zum Torerfolg kamen. Die HSG suchte mit druckvollem Spiel den Durchbruch, der TSV kanonierte über die zweite Welle. Ein 6:6 leuchtete an der Anzeigetafel. Einige Paraden von Fischer im HSG-Gehäuse ermöglichten Wilting und Erben eine verdiente Zwei-Tore-Führung herauszuwerfen. Dann aber riss in der 19. Minute der Faden. Zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen gegen Erben und Mauch brachten die Hausherren zurück in die Spur. Binnen acht Minuten wurde aus einem 6:8-Vorsprung ein 12:8-Rückstand. Dabei wurde nicht der TSVD stärker, sondern die HSG einfach schlechter. Ohne Glück, vor allen Dingen aber kopflos und mit zittrigen Fingern beim Abschluss vertändelte man ein ums andere Mal den Ball. Für technische Fehler musste man auf dem Spielprotokoll keine Striche mehr ziehen, man konnte das kompletten Feld ausmalen... Mit 13:9 ging es in die Pause.

Aus diesem Zwischentief konnte man sich aber nach der Pause auch noch nicht ziehen. Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte spielten die Hausherren seelenruhig weiter ihren Stiefel runter, während die HSG aus dem Haareraufen gar nicht mehr rauszukommen schien. Zweistellig war bereits der Rückstand (20:10, 40. Minute), als man ohne erkennbaren Grund auf einmal wieder mit Handballspielen begann. Schnelles Spiel nach vorne, hinten gute Abwehrarbeit und man war in der 49. Minute auf 20:16 dran. Warum man dann beim 21:17 und vierminütiger Überzahl den Kopf wieder ausschalte und Denkendorf den Sieg schenkte, wird niemand beantworten können. Eben diese Überzahl verlor man mit 3:0 und weil der Gegner dann eh schon beide Punkte in Händen hielt, ließ man den Abstand noch so richtig anwachsen. Mit 27:18 resultiert auch die dritte Partie in einer Niederlage.

Dass diese drei Niederlagen zum Auftakt gegen Mannschaften stattfanden, die nun die ersten drei Plätze der KLA innehaben, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die HSG viel mehr ein Problem mit sich selbst als mit dem Gegner hat.

Es spielten:
Griffith, Fischer; Policano (1), Mauch, Wilting (2), Riegl, Kisselmann (2), Engel, Motz (1), Erben (4/2), Denzinger (2), Deuschle (1), Stähle (5).