Spielbericht der Herren 2

Spiel vom 2018-11-25, 18:00

SG Hegensberg-Liebersbronn 2 : HSG Ebersbach/Bünzwangen 2      33 : 28

Niveaulimbo

Mit einer verdienten Niederlage kehrten die Jungs von Bachleitner vom Berg zurück. Es war einer dieser Tage, an denen man noch Stunden hätte weiterspielen können, etwas Zählbares zu holen wäre man nicht in der Lage gewesen. Es läuft dort oben irgendwie immer gleich. Die HSG holt keine Punkte und wird vom niveauarmen Publikum, genauer gesagt von einigen wenigen männlichen Zuschauern fortgeschrittenen Alters, verhöhnt und unter der Gürtellinie beleidigt. Kinder stehen oben daneben. Dass sich diese erwachsenen Männer nicht dafür schämen, bleibt unverständlich. Schwach, äußerst schwach! Dabei darf dies aber natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die HSG die Niederlage gegen die Berg-Handballer selbst zuzuschreiben hat.

Symptomatisch für das gesamte Spiel sollten dabei die ersten zehn Minuten der Partie sein. Mauch zog auf Außen gleich zwei Fahrkarten und war dafür in der Abwehr immer mindestens einen Schritt zu spät. Im Angriff tat man sich schwer, weil Variabilität im Spiel und Bewegung ohne Ball mangelhaft waren. Erst in der achten Minute konnte sich die HSG in Person von Motz erfolgreich zeigen, Hegensbergs Lukas Hach hatte da aber allein schon drei Mal vorgelegt. Optisch waren die Hausherren überlegen, spielten druckvoller und effektiver als die HSG. Tore fing man sich hinten vor allem dann ein, wenn man vorne verwarf und die zweite Welle der Gastgeber nicht verteidigen konnte. Zwölf der vierzehn Tore des Gegners in der ersten Hälfte erzielten die beiden Hach-Brüder auf Außen im schnellen Spiel nach vorne. Immer wieder hatte man dabei aber auch Pech mit Abprallern, solche Fehler wusste die SG effektiv auszunutzen. Janietz verlieh der dem Spiel der HSG aber zumindest noch etwas Geschwindigkeit und war mitverantwortlich dafür, dass man nicht ganz abreißen lassen musste. Mit 14:10 ging es so in die Kabinen.

Aber auch die Verschnaufpause brachte wenig Änderung, denn selbst wenn die HSG die eigene Wurfeffektivität nach oben schrauben konnte, so blieben die Hausherren effektiv genug und hielten den Abstand immer bei drei bis fünf Toren. Insgesamt vier verworfene Strafwürfe manifestierten diesen Umstand. In der 46. Minute betrug der Rückstand beim 23:17 dann schon sechs Tore, auch wenn Wilting und zwei Mal Janietz wieder auf drei verkürzten. Aber an diesem Tag war einfach nichts drin. In Überzahl wurde der nächste Strafwurf vergeben, dafür hatte man zwei Mal über RA das Nachsehen. In der 52. Minute beim 28:21 wollte Bachleitner mit einer Auszeit letzte Impulse setzen, forderte vorne schnelle Abschlüsse und stellte hinten auf eine offenere Abwehr um. Dass aber auch einfach das Glück an diesem Abend fehlte, wurde beim 29:22 offenbar, als ein Wurf von Janietz an die Latte und von dort uneinholbar für den Rest direkt in die Arme des zum Konter gestarteten RA des Gegners flog. Die restliche Zeit bestand aus munterem Torewerfen auf beiden Seiten. Vor allen Dingen Becher und Wiliting zeigten sich in dieser Phase im Abschluss erfolgreich. So kam man 180 Sekunden vor dem Ende beim 31:27 zumindest noch einmal in Reichweite. Aber zu mehr war man einfach nicht mehr in der Lage, dafür war man einfach im Gegensatz zu HeLi nicht effektiv genug. 33:28 hieß es am Ende.

Somit zog die Württembergliga-Reserve aus Hegensberg in der Tabelle an der HSG vorbei. Man selbst belegt den zehnten Platz, punktgleich mit Nürtingen und Wernau. Spannend ist die Zwei-Klassen-Gesellschaft Kreisliga A in dieser Saison aber auf alle Fälle, denn Platz 6 und Platz 12 trennen gerade einmal drei Punkte. Grund genug sich nächste Woche am Samstagabend gegen die SG Esslingen wieder einmal von der besseren Seite zu zeigen!

Es spielten:
Griffith, Mejzlik; Wilting (6/1), Deuschle (3), Janietz (6), Denzinger (1), Adelmann (2), Becher (7), Motz (2/1), Erben (1), Policano, Mauch.