S049 Ditschi Besen

Spielbericht der Herren 2

Spiel vom 2019-01-13, 17:00

HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 : VfL Kirchheim 2      34 : 22

Einstellungssache

Im ersten Spiel im Kalenderjahr schoss die HSG den favorisierten VfL aus Kirchheim zurück an die Teck. Mit der wohl besten Offensivleistung der Zweiten in einer ersten Halbzeit, man zeigte sich hier gleich 22 Mal jubelnd, legte man bereits früh den Grundstein für den wichtigen Erfolg.

Mit am Ende zwei roten Karten und etlichen rüden Fouls war es offenkundig kein Spiel, das eine Topplatzierung in der Fair-Play-Wertung gewinnen hätte können. Allerdings hielten sich dabei beide Mannschaften auch einfach nur in dem vom Unparteiischen vorgegebenen Rahmen. Und mit dem kam die Raichberg-Sieben deutlich besser zurecht als die jungen Gäste aus Kirchheim. Auch wenn deren agiler LA Brisske technisch sauber zum 0:1 traf und sich auch beim 2:3 nach vier gespielten Minuten erfolgreich zeigte, so waren es doch die Filsbuben, die mit mächtig Teamspirit und konzentriert aggressivem Abwehrspiel Stück für Stück die Oberhand gewannen. Ohne Frage waren es vor allem drei Namen, die sich hier immer wieder offensiv in ganz starker Form präsentierten: Sven Kohlbacher-Becher, Simon Gefühlvoller-Heber-Wilting und Dennis Rückkehrer-Thierwald. Gleich zwölf Mal trafen diese drei Herren zusammen in der ersten Hälfte selbst ins Schwarze, beim Rest waren sie mindestens an der Vorbereitung beteiligt. Die Gäste mussten sich in jedem Angriff teilweise schmerzhaft aufreiben und taten sich gegen die aggressive Defensive der Hausherren merklich schwer. Wenig verwunderlich übernahm die HSG so früh das Kommando. Thierwald beschenkte erst Becher mit gefühlvollem Pass zum 3:3 und traf im darauffolgenden Angriff selbst zur ersten Führung (6. Minute). Bis zum 7:7 in der 13. Minute konnte die Landesliga-Reserve zwar noch Schritt halten, aber dann steigerte sich auch Griffith im HSG-Gehäuse spürbar und Bachleitners Schützlinge zogen Tor um Tor davon. Immer wieder nahm man nun die offensive Abwehr der Gäste spielerisch clever auseinander und Stähle, Janietz und Policano ließen ihre Farben ein ums andere Mal jubeln. Die stärkste Phase bot sich den Zuschauern sicherlich zwischen der 20. und 28. Minute, als man von 12:11 auf 19:11 wegzog. Besonders hervorzuheben ist hier sicherlich das 19:11 von Tom-Luca Erben, der aus vollem Lauf das erste seiner vier blitzsauberen Tore bei einer 100% Quote beisteuerte. Es lief im Angriff einfach alles zusammen und dies gab auch die notwendige Luft für den letzten entscheidenden Schritt in der Defensive. Das einzige, worüber sich Bachleitner in der ersten Hälfte Sorgen machen musste, war, dass seine Jungs aufgrund des häufigen Jubelns heiser werden würden. Es war ein Feuerwerk, dass die heimische Sieben abbrannte und dem die jungen Gäste an diesem Tag wenig entgegenzusetzen hatten. Selbst in Unterzahl hätte man kurz vor der Halbzeit schon auf zehn Tore Unterschied stellen können, aber mit einem Fehlwurf und dem darauffolgenden Konter der Gäste gelang es diesen, doch noch auf „nur“ minus acht (22:14) zur Pause zu stellen.

22 Tore in einer Halbzeit, das gab den Hausherren mächtig Auftrieb, aber die jungen Gäste gaben sich noch keinesfalls geschlagen. Diese verteidigten in den zweiten dreißig Minuten deutlich offensiver und gaben deren Schlussmann so deutlich mehr Rückendeckung. Ganze zwölf Minuten dauerte es nach der Pause, bis sich die HSG im Angriff wieder erfolgreich zeigen konnte. Gute Chancen konnten man sich jedoch durchaus nach Vorarbeit von Mittelmann Tom Denzinger erarbeiten, einzig das Quäntchen Glück im Abschluss fehlte. Da aber die HSG-Defensive weiterhin arbeitete wie eine Herde Ackergäule, gelang den Gästen in dieser Durststrecke auch nicht mehr als ein Zwischenhoch beim 22:17. Engel erlöste seine Farben dann beim 23:17 und Janietz und Becher brachten die Hausherren wieder zurück in die Spur. Dem erfolgreichsten Schützen an diesem Tag, Simon Wilting, war es dann vorbehalten, den längst fälligen Zehn-Tore-Vorsprung beim 28:18 zu erzielen. Der Frustfaktor nahm bei einigen wenigen Gästen merklich zu und die Fouls wurden ruppiger. Der Unparteiische aus Bernhausen sah sich einigen schwierigen Aufgaben gegenüber, was schlussendlich in zwei direkten roten Karten gipfelte – mehr wären vermutlich möglich gewesen...

Artistisch jedenfalls traf Becher zum 30:20 und auch eine noch offensivere Abwehr der Gäste änderte nichts mehr am verdienten Sieg der Hausherren. Mit 34:22 schaffte die HSG einen Traumstart ins neue Jahr und hat nun in nur zwei Wochen Gelegenheit, beim Rückspiel gegen Kirchheim direkt nachzulegen.

So kann es und soll es weitergehen!

Es spielten:
Griffith,Fischer; Policano (2), Mauch (3), Wilting (8/4), Engel (2), Kisselmann (1), Thierwald (5), Becher (4), Motz (1), Erben (4), Denzinger, Stähle (2), Janietz (2).