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Liebe Handballfreunde,

im Namen der Schiedsrichter der HSG Ebersbach/Bünzwangen begrüßen wir Sie recht herzlich.

Im Schiedsrichterbereich der HSG haben sich einige gravierende Änderungen ergeben. So hat Frank Erwerle nach zwei sehr arbeitsintensiven Jahren sein Amt des Schiedsrichterwarts im Mai zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle möchten wir ihm natürlich ein großes Dankeschön für die nicht immer einfache Arbeit aussprechen. Bei der Suche nach einem adäquaten Nachfolger hat sich ab der kommenden Saison 2014/15 eine neue Doppelspitze ergeben: Sandra Sihler und Michael Frick werden sich die vielen Aufgaben, die dieses Amt mit sich bringt, aufteilen.

Leider haben uns zum Ende der vergangenen Saison 4 Schiedsrichter verlassen. Manuel Mauch, Timo Seidel, Florian Seidel und Patrick Frick haben ihre Schiedsrichterkarriere beendet bzw. pausieren bis auf Weiteres. Für das Engagement in den vergangenen Jahren der Vieren, was in diesem Job sicherlich nicht immer einfach war, bedanken wir uns hiermit ebenfalls. Die HSG konnte leider keinen Neuling zum Kurs anmelden und startet somit mit 9 aktiven Schiedsrichtern und einem DHB-Zeitnehmergespann in die neue Runde. Gerhard Haug, Frank Henni, Andreas Krapf und Jan Röcker pfeifen als Einzelschiedsrichter Spiele im Bezirk. Frank Erwerle leitet ebenfalls Spiele im Bezirk und ist zusammen mit Michael Frick, der zusätzlich noch als Bezirksmitarbeiter aktiv ist, in der 3. Liga als Zeitnehmer/Sekretär unterwegs. Tobias Erwerle und Sven Röcker bilden ein Neulingsgespann, welches bereits im letzten Jahr erste Spiele zu zweit leitete. Dazu gesellt sich das Gespann Sandra Sihler und Yvonne Rath. Damit geht die HSG mit einer Anzahl von 10 Schiedsrichtern in die neue Spielzeit 2014/2015, die einige Änderungen mit sich bringen wird.

Die umfangreichste Änderung ist sicherlich der Spielbericht online (SBO), der ab sofort bei allen aktiven Mannschaften und den Jugendmannschaften im HVW angewendet wird. Bereits im letzten Jahr wurde der SBO erfolgreich in der Württembergliga getestet und wird die Vereine, Staffelleiter und Schiedsrichter enorm entlasten. So können z.B. nur spielberechtigte Spieler/--innen, die einen gültigen Spielerpass beim HVW besitzen, in den Spielbericht eingestellt bzw. hochgeladen werden und auch die Ergebnismeldung per SMS entfällt durch den Einsatz des SBO. Des Weiteren haben Sie sicherlich schon unsere neue Anzeigetafel gesehen. Sie ist sowohl für Zuschauer als auch für Spieler und Schiedsrichter von allen Plätzen in der Halle einsehbar und eine der wenigen im Bezirk Esslingen/Teck, die die geforderten drei Zeitstrafen anzeigen kann.

Ein Problem, das uns alle betrifft, ist der massive Schiedsrichtermangel. Dieser wurde in den vergangenen Jahren immer wieder beanstandet und beim HVW hat man sich hier bei einem Workshop diesem Thema gesondert angenommen. Auf zwei Dinge, die dort beschlossen wurden, möchten wir hier nochmals gesondert eingehen: Zum Einen auf die Einführung der Schiedsrichter-Paten zur Saison 2014/15 und zum Anderen auf die Einführung der blauen Karte (FairPlay). Der Bezirk Esslingen/Teck hat im Mai/Juni knapp 40 Jungschiedsrichter ausgebildet, die bei ihren ersten Einsätzen besonders betreut werden. Der Schiedsrichter-Pate wird den Neulingsschiedsrichter vom Betreten bis zum Verlassen der Halle begleiten und ihm Tipps und Hilfestellungen bei der Spielleitung geben. Der Pate hat sogar das Recht das Spiel zu unterbrechen oder im Wechselbereich direkt auf die Trainer Einfluss zu nehmen. Im Anschluss des Spiels verfasst er einen Bericht über die Leistung des Schiedsrichters, aber auch über das Verhalten des Umfelds. Hier erhoffen sich alle Beteiligten eine positive Wirkung und wir, die HSG, werden alles tun um die Schiedsrichter zu unterstützen und die HSG in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Der obligatorische Apell an unsere Zuschauer darf natürlich auch in diesem Grußwort nicht fehlen. In vielen Gesprächen mit Vereins,- oder Bezirksmitarbeitern wird vor allem im Jugendbereich das Verhalten der zuschauenden Eltern gegenüber dem Schiedsrichter kritisiert. Aber machen wir es uns da nicht zu einfach alles auf die Eltern zu schieben? In der letzten Saison haben wir zum Beispiel nach einem Jugendspiel eine weinende Schiedsrichterin, völlig mit den Nerven am Ende, im Regieraum vorgefunden. Während und nach dem Spiel war sie erst von einer Jugendtrainerin und dann noch von den Spielerinnen massivst angefeindet worden. Und dies wegen vier, vielleicht fünf vermeintlich falschen Entscheidungen. Ich frage mich hier immer, mit welchem Recht die Trainer und Spieler meinen, sie würden alles richtig sehen? Wenn dem so ist, dann mögen sich solche Sportler bitte schnellstmöglichst zum Schiedsrichter ausbilden lassen, denn auf dieses Fachwissen kann man im Schiedsrichterbereich eigentlich kaum verzichten. Man möge sich einmal vorstellen was wäre, wenn Jugendtrainer ihre eigenen Spieler so lange kritisieren und ihre Leistung schlecht machen bis alle Spieler weinend in der Kabine sitzen. Diese Spieler wären innerhalb kürzester Zeit bei einem anderen Verein oder würden mit dem Sport aufhören. Die Eltern wären von solchen Trainern vermutlich auch nicht begeistert. Warum soll das dann bei den Schiedsrichtern in Ordnung sein? Hier fordern wir von den Jugendtrainern, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst werden. Sportlicher Erfolg schön und gut, aber zu einem guten Trainer gehört auch, seinen Spielern Fairness und Charakterentwicklung beizubringen. Es kann nicht angehen, dass Schiedsrichter, die teilweise jünger als die Spieler/-innen sind, in der Raichberghalle angegriffen werden, nur weil einem ein Pfiff nicht passt. Wenn wir unsere Sportart voranbringen wollen, muss einfach ein Umdenken stattfinden. Aber nun genug von diesem Beispiel, denn ansonsten gab es kaum Negatives zu diesem Thema zu berichten, wie Sie im Jugendteil bei der Fair-Play Wertung der SG Unteren Fils lesen können. Zu den viel kritisierten Eltern möchten wir zum Schluss noch Eines sagen: Denken Sie bitte daran, auch ein Schiedsrichter hat Eltern und vielleicht wird sich einmal ihr Kind als Schiedsrichter ausbilden lassen. Wie wollen Sie dann, dass ihr Kind behandelt wird?

Genug der mahnenden Worte. Freuen wir uns auf eine sportlich erfolgreiche Saison 2014/2015

 

Sandra Sihler, Michael Frick

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