Spielbericht der Herren 1

Spiel vom 2019-02-23, 18:00

SG Ober-/Unterlenningen : HSG Ebersbach/Bünzwangen      35 : 18

HSG mit Blackout in Lenningen

Beim Nachbarschaftsduell in der Tabelle - Fünfter gegen Vierter - gingen bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen bereits nach acht Minuten alle Lichter aus. Am Ende war der Tabellenvierte der Bezirksliga mit einem 18:35 hart bestraft. Die SG Lenningen nutzte die indisponierte Vorstellung zu einem auch in dieser Höhe völlig verdienten Sieg. Katerstimmung herrschte nach der herben Pleite gegen die Gastgeber in der HSG-Kabine. Nur zwei eigene Torerfolge nach 22 Minuten, das hatte HSG-Trainer Michael Abele auf diesem Niveau noch nicht erlebt. Was da passiert ist, ärgerte ihn, denn Lenningen hatte seine Mannschaft an die Wand gespielt. Als Außenstehender hatte man den Eindruck, die HSG bestreitet ein Trainingsspiel. Ein Totalausfall auf allen Positionen war offensichtlich. Mit diesem unterirdischen Darbietung verwischt die Mannschaft den bisherigen Gesamteindruck von einer starken Saisonleistung. Ärgerlich für alle Beteiligten.
Typisch für das ganze Spiel waren die ersten drei Minuten. Innerhalb von zwanzig Sekunden traf Lenningen zweimal und nach acht Minuten hieß es sage und schreibe 0:7. Weiter stolperte die HSG im Angriff über die eigenen Füße, brachten den Ball kaum zum eigenen Mitspieler und gewannen hinten keinen Zweikampf. Mit einfachsten Mitteln gelang es der SG die Abwehr, bis dahin das Prunkstück der HSG, auszuhebeln. Nach 22 Minuten stand auf der Anzeigetafel aus HSG-Sicht ein 2:14. Das rief auf der HSG-Bank und bei den HSG-Zuschauern nur Kopfschütteln hervor. Weit über 20 Ballverluste im ersten Durchgang, egal ob Fehlwürfe oder technische Fehler und nur eine gelbe Karte sagen alles. 13 Tore Rückstand in der 25. Minute beim 4:17 das hatten wohl viele HSG-Spieler nur in ihrer Jugendzeit schon mal erlebt. Mit hängenden Köpfen verschwanden die Gäste bei der Pausensirene und dem Stande von 8:17 in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit war der Tabellenvierte nach einer intensiven Halbzeitansprache nochmals fest entschlossen, ein anderes Bild abzugeben. Doch am Kräfteverhältnis auf dem Spielfeld änderte sich nichts. Die SG Lenningen war an diesem Abend in allen Belangen klar besser und hatte weiterhin ein leichtes Spiel. Die Fehlerquote der Abele-Sieben blieb exorbitant hoch. Nach 48 Minuten hieß es 13:26. Auch Auszeiten halfen nichts. Ein Aufbäumen war einfach auch während der ganzen zweiten Halbzeit nicht zu verzeichnen. Das bittere Ende: 18:35. Nach Ausreden braucht hier niemand zu suchen. Es gibt keine. In der Liga haben die Mannschaft und der Trainer nun Zeit für eine Fehleranalyse bis zum nächsten Spiel am 10. März. Allerdings kommt am Dienstag die nächste Aufgabe im Bezirkspokal auf die Mannschaft zu. Erste Aufgabe ist es bis dahin, die Köpfe frei zu bekommen.
Es spielten: M. Niederberger, M. Spahlinger; E. Köse (2), F. Seidel (2/2), N. Stephan (3), F. Roos (1), T. Buchele, T. Wieland (8), P. Kurz, A. Fischer (2), J. Koser.