Spielbericht der Herren 1

Spiel vom 2018-12-22, 20:00

TSV Owen/Teck : HSG Ebersbach/Bünzwangen      31 : 24

HSG verpasst Chance

Die HSG Ebersbach/Bünzwangen bereitete ihrem Trainer kein vorweihnachtliches Geschenk, denn sein Wunsch bis Weihnachten kein Spiel zu verlieren, wurde ihm von seinen Jungs nicht erfüllt. Mit 24:31 unterlag seine Mannschaft beim TSV Owen und verpasste somit die große Chance, sich in der Bezirksligatabelle ganz vorne festzusetzen. Seit dem 29. September war dies somit die erste Niederlage. In der Auswärtsbilanz war es sogar der einzige doppelte Punktverlust - es gab nur Siege in der Fremde. Eigentlich war die HSG vor dem TSV Owen gewarnt, denn dessen derzeitiger Tabellenplatz entspricht nicht dem Leistungsvermögen der Herzogstädter. Sie verloren gegen die Top-Mannschaften der Liga, in Stuttgart, in Lenningen und Denkendorf immer nur mit einem oder zwei Tore Differenz. Die HSG musste deutlich die Segel streichen, auch weil weder Abwehr noch Angriff funktionierten. Kein Spieler, außer Torhüter Michael Niederberger konnten an diesem Tag ihr Leistungsvermögen abrufen. Vom Anpfiff weg überrannten die zu hundert Prozent motivierten Gastgeber die überforderten HSG-Handballer. War die Abwehr im bisherigen Saisonverlauf das Prunkstück der Abele-Sieben, so präsentierte sich die Hintermannschaft um Andre' Fischer und Tobias Buchele wie ein löchriger Käse. Gegen den spiel- und wurfstarken Rückraum des TSV war kein Kraut gewachsen.
Bereits in der 9. Minute musste HSG-Coach Michael Abele seine erste Auszeit nehmen, weil er sichtlich unzufrieden mit dem uninspirierten Auftreten seiner Mannschaft war. 1:5 lag sie zurück und hatte bereits fünf Fehlwürfe zu verzeichnen sowie einen Siebenmeter liegen lassen. Gestützt auf einen überragend haltenden Torhüter blieben die Gastgeber weiter am Drücker. Nach 17 Minuten hatte die HSG gerade mal drei Tore erzielt, so dass beim 3:9 nichts von einer Änderung an ihrem Auftritt zu erkennen war. Das ungleiche Spiel setzte sich fort. Den Owenern gelang fast alles, während die HSG sich beinahe kampflos schon zu dieser Zeit in ihr Schicksal ergab. Der Trainer versuchte zwar mit Umstellungen auf dem Feld und in der Abwehr alles, doch egal was die Mannschaft auch versuchte, der TSV Owen hatte immer die richtige Antwort parat. Mit einem Rückstand von sieben Toren (9:16) musste die HSG in die Kabine gehen.
Trotz deutlicher Worte von Michael Abele bot sich den mitgekommenen HSG-Zuschauern nach Wiederbeginn zunächst ein unverändertes Bild. Die HSG kam einfach nicht näher heran. In der 40. Minute belief sich der Rückstand beim 14:21 unverändert sieben Tore. Hinzu kamen dann die etwas einseitig ausgelegten Zeitstrafen gegen die HSG, denn zwischen der 40. und 50. Minute setzte es fünf Strafzeiten. Dennoch schaffte es die Mannschaft in dieser Phase auf 22:26 (51.) heranzukommen, weil Torhüter Michael Niederberger immer wieder glänzend halten konnte. Dann ließen seine Mitspieler vorne eine hochkarätige Torchance fahrlässig liegen, so dass der Rückstand statt drei wieder auf sechs Tore anwuchs Der Glaube bei der HSG war nun nicht mehr da. Nach dem 22:28 (55.) ereignete sich in den letzten Minuten nichts Entscheidendes mehr. Der TSV Owen war an diesem Tag in allen Belangen einfach das bessere Team und gewann am Ende vollauf verdient mit 31:24. HSG-Trainer Michael Abele zeigte sich sehr enttäuscht von der herben Niederlage. Es war einfach nicht der Tag seiner Mannschaft und die Gastgeber haben diese Chance gekonnt und rigoros ausgenutzt. Sie brannten von der ersten Sekunde an. Im Angriffsspiel der HSG hat es gehakt und in der Abwehr spielte sie nicht wie sonst mit der nötigen Aggressivität. Außerdem hat die Frische gefehlt, so dass jetzt die Pause vielleicht gerade recht kommt. Dennoch stellt der 4. Platz mit 17:7 Punkten für die HSG eine tolle Vorrunde dar. Dabei haben die Mannschaft und ihr Trainer starke Leistungen abgeliefert
Das nächste Ligaspiel findet in vier Wochen in Bernhausen statt. Davor spielt die HSG am Samstag, 05. Januar beim EZ-Pokal in der Neckarsporthalle Esslingen mit.
Es spielten: M. Niederberger, M. Spahlinger; M. Schmidt, M. Schwind (2), A. Fischer, E. Köse (5), F. Seidel 4/1), P. Riedel, N. Stephan, F. Roos, T. Buchele (1), P. Kurz (3), T. Wieland (9/5), J. Koser.