Spielbericht der Herren 1

Spiel vom 2021-10-02, 19:30

HSG Ebersbach/Bünzwangen : HSG Leinfelden-Echterdingen      35 : 36

Warum hat die HSG verloren?

Lähmendes Entsetzen und völlige Leere bei den Spielern der HSG Ebersbach/Bünzwangen, als die HSG Leinfelden/Echterdingen drei Sekunden vor Schluss zum Siegtreffer traf. So verlor die HSG ihr zweites Heimspiel in der Brühlhalle Reichenbach mit 35:36. Eine Antwort ist schnell gefunden. Die Abwehrarbeit war völlig ungenügend. Wenn man im ersten Durchgang 17 Gegentore und in der 2. Halbzeit sogar 19 Gegentore bekommt, kann man kein Handballspiel gewinnen. Was jedoch ab der 46. Minute geschah, bedarf einer grundlegenden Aufarbeitung. Die HSG führte 30:25, die Gäste nahmen ein Auszeit und stellte ihre Abwehr auf eine offensive Variante um und die HSG kam völlig aus dem Tritt. Ein 1:6 Lauf in sechs Minuten sorgten für völlig zittrige Hände bei der HSG. Paradebeispiel hierfür die Szene in der 58. Minute bei einer Eintore-Führung. Mathias Spahlinger wehte einen Wurf ab und seine Jungs ließen sich den Ball aus der Hand nehmen zum 35:35. Danach Siebenmeter vergeben und drei Sekunden vor der Schlusssirene der Einschlag im HSG-Netz. Ende - Aus.
Von Anfang an zeigten die Gäste von den Fildern, dass sie sich sehr gut auf die HSG-Defensive eingestellt hatten. Es wurde ein Spiel mit viel Tempo, in dem vor allem die Angriffsreihen dominierten. Bis zum 9:9 in der 16. Minute konnte sich keine der Mannschaften absetzen. Dann waren es vor allem Moritz Schwind und Florian Seidel, die für eine 15:11 Führung der HSG bis zur 22. Minute sorgten. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln und waren immer wieder über ihre starken Rückraumspieler erfolgreiche. Somit gingen die Gastgeber mit einer knappen 18:17 Führung in die Kabine. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich die Schwäche der HSG an diesem Tag - die Abwehrarbeit.
Mit Wiederbeginn folgte die stärkste Phase der Burger-Schützlinge. Jeder Angriff konnte erfolgreich abgeschlossen werden, so dass die Schwächen der Abwehr kompensiert wurden. Hier waren Max Dannenmann und Thilo Windisch beteiligt und als Tom-Luca Erben zum 30:25 (46.) traf, zog der Gästetrainer die grüne Karte. Danach fehlte durch die Abwehrumstellung der HSG die nötige Ruhe und vor allem auch die Cleverness, die sich bietenden Räume zu nutzen. Als dann in der 52. Minute der Ausgleich zum 31:31 folgte, war das Momentum auf Gästeseite. Zwar konnte die HSG dann bis zur 57. Minute zwar immer ein Tor vorlegen, doch der Aufsteiger glich jeweils im Gegenzug ohne großen Aufwand aus. Dann kamen die schon erwähnten entscheidenden Szenen des Spiels. Ein Siebenmeter-Fehlwurf und die Gäste trafen drei Sekunden vor Schluss ins Herz der HSG - 35:36 Abpfiff. Aus diesem Spiel muss die Mannschaft sehr schnell lernen, wenn nicht hat für die HSG sofort der Abstiegskampf begonnen. Vor allem Cleverness hat ihr gefehlt und sie muss in kritischen Phasen die Ruhe bewahren. Es war eine Niederlage, die richtig weh tut, aber die vielleicht auch für den weiteren Verlauf der Saison helfen kann.

Es spielten: M. Spahlinger; C. Buchele; N. Krell (1), M. Kälberer (1), M. Schwind (7/1), M. Schmidt (1/1), F. Seidel (8), T.L. Erben (2), T. Windisch (4), N. Kreidenweiß, T. Buchele (2), F. Stahl (3), M. Dannenmann (4), J. Koser (2).