S013 Sport Held

Spielbericht der Herren 2

Spiel vom 2019-02-23, 18:00

TV Plieningen : HSG Ebersbach/Bünzwangen 2      22 : 30

Galionsfigur Jaenecke

Auf den ersten Sieg in der Fremde steuerte die HSG-Kogge im wichtigen Spiel gegen den TV Plieningen zu, womit man den nächsten Schritt in Richtung "sicherer Hafen"-Klassenerhalt machte. Dass der 22:30-Sieg dann aber mit solch einer Entschlossenheit gefeiert werden konnte, ist umso erstaunlicher, weil mit Thierwald und Stähle gleich zwei Stammkräfte im Rückraum verletzungsbedingt fehlten. Damit hat man im zweiten Spiel gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen und lag erneut kein einziges Mal in Rückstand.

Auch wenn die Filsbuben den besseren Start hatten und durch Becher und Wilting im Konter schnell mit 0:2 vorne lagen, war doch noch etwas Sand im Getriebe spürbar. Erben und Kisselmann erhöhten zwar durch Einzelleistungen auf 1:4, jedoch gelang den Hausherren bis zur zwölften Minute der 4:4-Ausgleich. Erst vier Minuten später gelang der Zweiten durch Kisselmanns Sprungkraft die erneute Führung. Zweifelsohne gelang es bis dato aber noch nicht, die über die Woche trainierten Inhalte umzusetzen, zumal man sich immer wieder an der verkappten 6:0-Abwehr des Gegners aufrieb. Dann wurde Becher etwas überraschend vom Unparteiischen auf die Strafbank geschickt und der TV versuchte mit einer Auszeit daraus Kapital zu schlagen. Aber der nun auf Mitte agierende Jaenecke hatte kräftig was dagegen. Routiniert wies er seine Mannen im Positionsangriff an und leitete die beginnende Drangphase der HSG mit ein. Noch in Unterzahl traf Motz per Unterarmwurf zum 4:6 und auch das 4:7 drei Minuten später ging auf sein Konto. Zwischendurch blieb Griffith beim ersten Strafwurf der Gäste Sieger. Nach einem Lattentreffer des Gegners war es Jaenecke, der am schnellsten schaltete und um ein Haar frei zum Konter hätte durchlaufen können, wenn sein Gegenspieler auch nur eine Zehntelsekunde langsamer gewesen wäre. Dennoch stand diese Szene sinnbildlich für den Aufschwung der HSG, denn auch in der Abwehr war nun mehr Zug drin und es wurden endlich auch mehr Zweikämpfe gewonnen. Nach Vorarbeit von Wilting belohnte Jaenecke sich dann endlich auch selbst zum 6:9 (24. Minute). Ein Doppelpack von Kisselmann stellte auf 7:12 (29. Minute), aber 60 Sekunden vor der Pause wurde Wilting dann mit einer Zeitstrafe belegt. Aber wieder spielte die HSG in Unterzahl stark. Erst traf Mauch über Außen durch die Hosenträger und dann stibitzte Jungfuchs Erben zehn Sekunden vor der Pause die Kugel und vollendete selbst zum Halbzeitstand von 8:14.

In der Kabine mahnte Bachleitner aber lautstark nicht überheblich zu werden und den Gegner für die zweite Hälfte nicht zu unterschätzen. Janietz erinnerte zudem an das notwendige Bewegungsspiel im 4:2. Aber dennoch startete der Gegner in Hälfte zwei etwas besser und verkürzte durch seine beiden besten Spieler, Lüling und Maier, auf 10:14. Aber dann legte Wilting auf Becher am Kreis ab, der sich mit einem wichtigen Treffer für die HSG bedankte (33. Minute). Der beste und wichtigste Angreifer der HSG an diesem Tag, Kisselmann, erhöhte mit immensen Laufwegen auf 11:17. Aber noch war die Arbeit für den Mittelblock um den starken Windisch noch nicht beendet, denn binnen 30 Sekunden war der Gegner wieder auf vier Tore dran. Motz war bei einem Konter des Gegners zu spät und durfte seinen Fehler folglich 120 Sekunden auf der Bank Revue passieren lassen. Auf einmal war der Gegner so wieder auf drei Treffer in Schlagdistanz, aber Wiltings Wackler zum Durchbruch im Gegenzug war dann nur auf Kosten eines Strafwurfes zu verhindern, den Erben sauber verwertete. Becher, Motz und zwei Mal Kisselmann machten es sodann deutlicher und brachten Bachleitners Schützlinge mit einem beruhigen Vorsprung von sieben Treffern in die Schlussviertelstunde. WWW – Wilting, Windisch, Wilting – drängten die Hausherren dann mit den Treffern 22 bis 24 zur Auszeit. Aber auch diese verpuffte nahezu wirkungslos, weil Denzinger darauf mit dem 16:25 zur insgesamt höchsten Führung antwortete. Erben bestätigte beim 17:26 mit seinem nächsten Treffer von der Linie diesen Vorsprung noch, wenn die Partie auch zum Ende hin dann jedoch merklich abflachte. Mit dem dritten Strafwurf bestätigte Erben seine 100%-Quote von der Linie und weil sich keiner mehr so richtig wehtun wollte, durften die Außen gemeinsam die 30 vollmachen. Der letzte Treffer des Gegners zum 22:30-Endstand war dann auch nur noch Ergebniskosmetik. Auswärtssieg!

Jetzt geht es in eine dreiwöchige Faschingspause, ehe man sich im nächsten Duell um den Abstieg mit dem TSV Weilheim 2 messen muss. Das Hinspiel endete nach einem Wechselbad an Emotionen mit einer 30:29-Niederlage.

Es spielten:
Griffith; Policano, Mauch (3), Wilting (5), Huber, Kisselmann (6), Windisch (1), Becher (4), Motz (3), Erben (5/3), Denzinger (2), Jaenecke (1), Engel.