Spielbericht der Herren 2

Spiel vom 2019-03-16, 17:30

HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 : TSV Weilheim 2      26 : 22

Hartes Stück Arbeit

Mit dem wichtigen Sieg gegen den direkten Konkurrenten von der Limburg machte die HSG einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Erneut bewiesen Bachleitners Schützlinge dabei Moral, kämpften sich nach schwierigen Anfangsminuten zurück in die Partie und stellten mit einem 7:0-Lauf vor der Halbzeit die Weichen auf Sieg.

Viel hatte man sich im Vorfeld gegen den TSV vorgenommen und wollte zudem die offene Rechnung der unglücklichen Hinspiel-Niederlage begleichen. Zudem brachte die Tabellensituation ordentlich Brisanz mit. Offenbar lastete der Druck aber etwas zu sehr auf der Raichberg-Sieben, denn die Anfangsphase dominierten die Gäste. Schnell führten sie mit 0:2, während man selbst mit einigen Würfen am gegnerischen Schlussmann scheiterte. Erst in der fünften Minute gelang Adelmann mit einem verdeckten Unterarmwurf der erste Treffer für die HSG. Zwar konnte Becher noch zum 2:2 ausgleichen, aber in Folgezeit war es Weilheims Sebastian Sigel, welcher mit seiner Erfahrung die Fäden im gegnerischen Angriff zog und seine Farben des Öfteren in Szene setzte. Nach zehn gespielten Minuten lag man wieder mit zwei Treffern beim 3:5 hinten und hatte in Folge sogar noch Glück, dass der TSV den Ball bei einem Strafwurf neben das Tor setzte. Und während man die eigene Wurfquote weiterhin nicht merklich verbessern konnte, trafen die Gäste fast nach Belieben. Gleich drei Würfe in Folge aus dem gegnerischen Rückraum rutschten Griffith im Tor sprichwörtlich durch die Finger und schon lag man in der 18. Minute mit 6:10 zurück. Dann schenkte Bachleitner dem jungen Maximilian Schmidt sein Vertrauen. Dieser erzielte sofort mit phänomenaler Leichtigkeit seinen ersten Treffer und präsentierte sich auch in Folge als absoluter Unruheherd in Weilheims Defensive. Mit einer Auszeit von Heino-Fan Bachleitner ging man in die letzten zehn Minuten und diese gehörten eindeutig der HSG. Angetrieben von Schmidt lief es vorne deutlich flüssiger und auch Griffith wartete nun mit ersten Paraden auf. Zwar konnte Weilheim noch ein weiteres Mal auf vier Tore Unterschied stellen, aber das war es dann auch mit deren Angriffsqualität in der ersten Hälfte. Erst traf Erben aus dem Rückraum, dann Wilting über LA, dann tanzte Schmidt die nächsten zwei Gegenspieler aus und in der 26. Minute war es erneut Erben, der aus kleinstem Winkel über LA den Ausgleich herstellte. Auch eine Auszeit des TSV konnte den Lauf der Hausherren nicht stoppen. Griffith blieb beim nächsten Strafwurf Sieger und Mauch erzielte die 12:11-Führung. Zwei Treffer von Kisselmann machten den 7:0-Lauf vor der Halbzeitpause perfekt. Eine Zeitstrafe gegen Motz war das einzige Manko in den ansonsten perfekten zehn Minuten vor der Halbzeit, die sich am Ende als spielentscheidend herausstellten.

Aber trotz des Laufs war klar, dass auch in den zweiten dreißig Minuten Kampf der entscheidende Faktor sein würde. So kam es dann auch. Weilheim ließ sich nicht abschütteln und es war in der Anfangsphase der zweiten Hälfte allein Wilting mit drei Treffern zu verdanken, dass die HSG obenauf bleiben konnte. Zudem spielte in die Karten, dass der Gegner sich mit einer Vier-Minuten-Strafe selbst schwächte. Erben blieb auch bei seinem zweiten Strafwurf erfolgreich und so stand es in der 40. Minute 18:14. Mit gewohnt wuchtigem Unterarmwurf stellte Motz sogar ein erstes Mal auf fünf Treffer Unterschied. Weil Schmidt in Zwischenzeit mit enger Manndeckung bedacht wurde, gab es insgesamt mehr Platz auf dem Feld. Wilting über LA und Mauch über RA wussten diesen Platz zu nutzen und hielten so den Gegner auf Abstand. Als Kisselmann es dann mit dem 22:16 (46. Minute) zum ersten Mal etwas deutlicher werden ließ, quittierte Weilheim dies mit einer Auszeit. Unterstützt durch eine Zeitstrafe gegen Huber kamen die Gäste mit drei Treffern gleich wieder gefährlich nahe. Aber die HSG nahm den Kampf an und fand durch weitere Treffer von Motz, Adelmann und Schmidt wieder zurück in die Spur.

Das 26:22 war für die HSG ein echter Arbeitssieg, der gleichzeitig der dritte doppelte Punktgewinn in Folge bedeutete. Mit einem weiteren Sieg im nächsten Spiel gegen Schlusslicht Wernau kann man das Abstiegsgespenst dann endgültig auch rechnerisch abschütteln.

Vortrefflich.


Griffith (-/-/3); Policano (-/-/4), Mauch (2/-/3), Wilting (5/-/2), Huber (-/-/-), Kisselmann (4/-/2), Schmidt (3/-/-), Becher (1/-/3), Motz (3/-/3), Erben (5/2/-), Denzinger (-/-/1), Adelmann (3/-/1), Jaenecke (-/-/1), Engel (-/-/2).

[Tore / davon durch 7m / vertilgte Portionen Chili beim anschließenden Kabinenfest]