Spielbericht der Herren 3

Spiel vom 2021-10-17, 12:00

VfL Kirchheim 3 : HSG Ebersbach/Bünzwangen 3      32 : 27

Am Ende zu hoch

Auch im zweiten Spiel der Saison unterlag die Dritte. Im Gegensatz zu der bärenstarken Leistung gegen Wernau zuvor fiel die Niederlage hier aber deutlich aus, weil die HSG nur selten ihr Leistungsniveau abrufen konnte und die Defensive viel zu löchrig agierte.

Schnell legte der VfL vor und lag nach drei Minuten schon mit drei Treffern in Führung. Bereits hier zeigte sich, dass es der HSG nicht gelingen sollte, der Partie den eigenen Spielstil aufzudrücken. Stattdessen passte man sich immer wieder der Hektik des Gegners an, mit der dieser aber deutlich besser zurechtkam. Zwar brachten Martin und Köhler ihre Farben wieder auf ein Tor heran, aber nach zehn gespielten Minuten sah man sich dennoch mit 7:3 im Hintertreffen. Bereits hier zeigte sich, dass sich die Abwehr mit Zugriff schwertat und man Keeper Griffith zu oft im Stich ließ. Zu häufig gewährte man den Kirchheimern einen Abschluss ohne Körperkontakt.

Zwar war es Köhlers Spielfreude und zwei Treffern von Reck zu verdanken, dass man sich in Folge von 9:7 (14. Minute), 11:9 (17. Minute) und 12:10 (20. Minute) in Schlagdistanz hielt, aber es war dann immer wieder die Cleverness des Gegners, deren man sich zu selten gewachsen sah. Mit einem in dieser Höhe verdienten 20:16-Rückstand ging man hiernach in die Pause. Um die Leistung der Abwehr richtig einordnen zu können: Gegen Aufstiegsaspirant Wernau ließ man in 60 Minuten nur 21 Treffer zu, hier waren es in der Hälfte der Zeit nur ein Treffer weniger.

Mit Beginn der zweiten Hälfte zeigte man, dass man es besser konnte, blieb zehn Minuten ohne Gegentreffer und brachte Kirchheim gehörig ins Trudeln. Rückkehrer Freund, dem allein vier seiner sechs Treffer im zweiten Durchgang gelangen, zeigte immer wieder seine Klasse und brachte die Hausherren zusammen mit Martin und Köhler immer wieder in Bedrängnis. Dann wurde in der 41. Minute bei einem Strafwurf Keeper Griffith direkt im Gesicht getroffen. Der ansonsten hervorragend leitende Unparteiische Radosic aus Reichenbach ließ allerdings überraschenderweise keine Disqualifikation für den Kirchheimer Schützen folgen, was die HSG völlig aus dem Tritt brachte. Das, und die Tatsache, dass der VfL in Folge seine Chancen wieder konsequenter nutze und sich als deutlich eingespielteres Team zeigte, ermöglichte es den Hausherren, sich in den folgenden zehn Minuten spielentscheidend abzusetzen. Immer wieder bestrafte Kirchheim nun Fehlpässe mit Kontern und die HSG zeigte an diesem Tag nicht die Sicherheit in der Abwehr, um dem Paroli bieten zu können. Über 29:25 (51. Minute) und 32:27 (56. Minute) musste man den Rückstand bis zum Ende sogar auf die höchste Differenz von 35:28 anwachsen lassen.

Es spielten:
Griffith; Mauch (1), Heidasch (2), Freund (6), Reck (3), Zeh (1), Gulin, Kissling (1), Köhler (6), Martin (7/4), Hudler (1/1).