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Zweiter Akt - Khazad-dûm am Fernsehturm

„Tief unter Tage, nimmermüd,

Sang Karpischeks Runde so manches Lied

Zu Harfen, Flöten ohne Zahl,

Am Tore grüßt Trommelschall.“

 


Nebel wabert über dem Schlachtfeld unter dem Fernsehturm, durchbrochen von einem „Bomm“, dann ein „Bomm-Bomm-Bomm“. Die Schläge der Schlachtentrommler hallen als Echos wie Reflexionen vergangener Kriege immer und immer wieder durch das Gemäuer. Zaghaft betritt der Stoßtrupp der Raichberg-Runde die Szenerie.


„Was, wenn wir hier nicht obsiegen?“, ruft einer. „Bleibt standhaft!“, ein anderer.

Vorsichtig pirscht man sich Schritt für Schritt nach vorne. Dann reckt Parzival Riegl seine Gleve in die Höhe und seine Mannen stimmen ein zum Gesang: „Ja, wir folgen dir nach, voll Vertrau´n, wir steh´n Seit` an Seit´ im Kampf!“ Und doch pirschten sich die Geschichten von schrecklichen Kreaturen in diesen Hallen wie ein giftiger Schleier in die Psyche der Raichberg-Runde. Reine Willenskraft war hier nicht genug für ein Triumph.

 

Und so war die 0:1 respektive 1:2-Führung durch die tus-Kreaturen Kruttke und Kratz keine Überraschung. „Egal was an Unwill' euch auch droht! Geht stetig voran, seid immer gewahr, was letzte Woche begann!“, durchbrach Mauchs Wille den toxischen Nebel des Gegners! Mit zwei Abstauber-Toren in Folge erstritt er die Führung der HSG, welche durch Parzival Riegl und Recke Reck auf 5:3 in der achten Minute ausgebaut wurde. Die Schalmeien des Sieges gegen die Kraut-Kleriker der Schlacht zuvor zogen auch längst verschollen geglaubte Raichberg-Helden an. So war es Galahad „Lu“ Grünenwalds lange vermisster Morgenstern, der nach 15 gespielten Minuten zum 7:5 über die gegnerische Mauer geworfen wurde. Khazad-dûms Kreaturen Kruttke und Kratz aber glichen wieder – glücklicherweise das letzte Mal in dieser Schlacht - aus. Die Raichberg-Runde setzte dem gleichwohl alles, was man zum Überleben braucht, entgegen. Auf der Bank saßen für die Nahrungsaufnahme ein „Fischer“ und ein „Snickers“. Und zur Unterstützung kommandierten gleich zwei Freund(e), welche der HSG schlachtenentscheidende Tipps einflößten. Die Raichberg-Runde setzte so zum 4:0-Lauf trotz zwischenzeitlicher Unterzahl an. Bollwerk Becher, Recke Rohse (zusammen elf Treffer!) sowie Parzival Riegl stellten auf 10:7. Griffith entschärfte dank ausgiebigem Videostudium einen Strafwurf, während die HSG ihrerseits vom Punkt durch Riegl unbeirrbar blieb. Ohne Frage zeigte sich die Raichberg-Runde erneut willensstark. Furchtlos trieb Caballero Conrad seine Nebenleute nach vorne, traf erst zum 12:9, bediente Nachwuchs-Bollwerk Fischer zum 13:10 und kanonierte dann wieder höchstpersönlich selbst zum 15:10. Recke Rohse profitierte nach einer weiteren Griffith-Parade beim 16:11 von Nachwuchs-Bollwerk Fischer, weil dieser auch unter ärgster Bedrängnis noch sehenswert den Pass zum Mitspieler suchte. Wenig wohltuend war nun wohl tus-Wiedergänger Weigerts Wurf zum 16:12, wobei dieser bei der Raichberg-Runde gleichwohl wenig Wehmut vor der Pause weckte.

 

Freunds Stimme dröhnte in der Kabine: „Schreitet unerschütterlich voran. Mit Tempo!“ Und dem wollte man folgen! Aber gänzlich gelang es nicht, weil sich Morias giftiger Schleier der Urahnen langsam wieder über die HSG-Häupter legen und die Raichberg-Runde lähmen sollte. Weigert-Wetzel lautete des Gegners Formel zum 16:14-Anschluss. Toxisch wirkten des Gegners Sporen auf das Raichberg-Gemüt. Aber mit schnellen Schattenschritten setzte sich By Chan zum 17:14 durch und ermahnte seine Mitstreiter hierdurch, einen klaren Verstand zu bewahren. Caballero Conrad kanonierte zum 18:16 und Recke Rohse ritt zum nächsten Konter. Recke Reck hoch zu Ross traf zwar noch zum 20:17 (39. Minute), bog dabei aber die Zügel seines Pferdes zu weit nach innen. Ein Abgang ins Lazarett-Zelt war die logische Konsequenz. „Öhm, ich bin aber noch gar nicht bereit“, stotterte Mauch bei seiner Einwechslung für Recke Reck und ließ zehn Sekunden später eine Zeitstrafe folgen. ... „Sagte ich ja...!“

 

Mit dem nun eingewechselten Seidel im Tor schritten seine Kameraden aber trotz Unterzahl unbeugsam voran. Caballero Conrad in seinem besten Spiel unter der Raichberg-Flagge behielt die Nerven, stolzierte zur schnellen Mitte und bediente erst Bollwerk Becher zum 21:18 und danach Recke Rohse auf dem Flügel zum 22:18. Becher, Rohse und Conrad hatten aber noch nicht genug und stolzierten unaufhaltsam weiter. In der 45. Minute leuchte beim 25:19 die erste Sechs-Tore-Führung an der Anzeigetafel und so langsam wurde der Raichberg-Runde gewahr, wer in dieser so wichtigen Schlacht den Triumph davontragen würde.

Bollwerk Becher wollte sich aber erst noch auf der Strafbank von der Überlegenheit seiner Getreuen überzeugen, was Mauch zunächst zu zwei Karpischek-Gedenk-Trebuchet-Geschossen und dann zu einem Bollwerk-Becher-Ich-leg-mich-quer-Dolchstoß veranlasste. Zehn Minuten vor dem Ende war man so wieder 28:22 vorne und führte den Kampf langsam zu seinem Ende. Ritter Reimann, der mittlerweile bedenkenlos auf jeder Position eingesetzt werden kann, marschierte kühn zum 30:24. Bollerwerk Becher becherte das 31:26 und der unangefochten beste Ritter der Raichberg-Runde an diesem Tag, Conrad, erzielte das letzte HSG-Tor in Moria.

 

Mit 32:28 triumphierte die HSG in Khazad-dûm unter dem Fernsehturm vielleicht den Kräfteverhältnissen entsprechend nicht hoch genug. Aber wen kümmert das?

 

Am Ende der Durchquerung von Khazad-dûm wartet schon der Balrog TSV Weilheim 2 mit feurigem Munde. Den gilt es zu schlagen! (Zwischendurch trifft man am 07.04.2024 aber noch auf die Kraut-Kleriker aus Echterdingen.)


Seit` an Seit` steh´n wir voll Vertrau´n im Kampf! Treu bis zum Ende, treu bis zum Tod!

 

Es spielten:

Griffith, Seidel;

Riegl (3/2), Rohse (5), By Chan (1), Reimann (1), Martin (1), Kissling, Becher (6), Conrad (6), Reck (2), Fischer (1), Mauch (5), Grünenwald (1).

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