Auf schmaler Personaldecke unterwegs
- 2. März
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Die personelle Situation bleibt auch in den kommenden Wochen angespannt, an diesem Wochenende spitzte sie sich jedoch besonders zu. Aktuell standen lediglich acht einsatzfähige Feldspielerinnen zur Verfügung. Mehrere davon kämpfen seit Wochen mit Krankheit oder Schmerzen und stellen sich dennoch in den Dienst der Mannschaft. Die Wechselmöglichkeiten waren somit äußerst begrenzt, die Unterstützung auf der Tribüne nahezu größer als die Optionen auf der Bank.
Bereits nach dem letzten Heimspiel mussten die HSG-Mädels weitere Rückschläge verkraften. Neben einem langfristigen Ausfall durch einen Kreuzbandriss am Kreis kamen eine weitere Knieverletzung aus dem Spielbetrieb sowie eine Bänderverletzung aus dem Training hinzu. Damit stand für die Partie in Köngen nur noch eine etatmäßige Kreisläuferin zur Verfügung. Auch im Rückraum musste man mit einem Nasenbruch und einer Erkrankung zusätzliche Ausfälle kompensieren. Sicherlich keine idealen Voraussetzungen, dennoch wollte die Mannschaft die Herausforderung annehmen.
Vor allem in der Defensive zeigte das Team Moral. In einer noch nie dagewesenen Konstellation stellte sich die Abwehr geschlossen den Gastgeberinnen entgegen. Mit viel Einsatz, Kommunikation und Kampfbereitschaft wurde dagegengehalten. Darauf lässt sich aufbauen mit mehr gemeinsamer Spielpraxis und Abstimmung, kann hier in Zukunft weiter Stabilität entstehen. Im Angriff hingegen tat sich die HSG schwer. In der ersten Halbzeit verhinderten vor allem technische Fehler einen besseren Spielfluss. Gegen Ende des ersten Durchgangs und kurz nach Wiederanpfiff war eine Phase erkennbar, in der das Team mutiger agierte und sich Möglichkeiten erspielte. Dennoch fehlte über weite Strecken die nötige Durchschlagskraft. Mit zunehmender Spielzeit und nachlassenden Kräften machte sich die dünne Personaldecke bemerkbar, sodass sich der Abstand durch schnelle Gegenstöße der Gastgeberinnen vergrößerte.
Der Sieg für Köngen geht insgesamt in Ordnung, dennoch weiß die Mannschaft selbst, dass im Angriff mehr möglich gewesen wäre. Nun gilt es, mit den vorhandenen Kräften verantwortungsvoll zu haushalten, weiter zusammenzustehen und auf die Rückkehr der verletzten Spielerinnen zu hoffen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch nach vorne: Für die kommende Saison möchte sich die HSG breiter aufstellen und freut sich über junge, dynamische Spielerinnen, die Lust haben, Teil eines engagierten Teams zu werden und die sportliche Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Trotz aller Herausforderungen bleibt der Zusammenhalt ungebrochen und genau darauf will und muss die Mannschaft in den kommenden Wochen aufbauen.
Es spielten: M. Schiffner, C. Findeis; S. Babschanik (1), J. Wieland, K. Niederberger (1), L. Principe (4), L. Mach, L. Beutel (3), N. Häderle, M. Weiler.
