top of page

Dritter Akt – Ungemach im Trainingslager der Kraut-Kleriker

Das Durchschreiten von Khazad-dûm am Stuttgarter Fernsehturm verlangte der Raichberg-Runde viel Kraft ab. So sah man sich gezwungenermaßen der Notwendigkeit ausgesetzt, eine Trainingseinheit einlegen, bevor man sich in die große Schlacht gegen den Balrog TSV Weilheim 2 werfen würde. Hiernach stattete man den Kraut-Klerikern auf den Fildern-Gefilden einen Besuch ab. Neben ihren großgewachsenen Kraut-Magiern sind diese vor allem für ihre gefährliche Drachen-Flügelzange bekannt, verständlich, befindet sich doch die große Start- und Landebahn der Drachenreiter des Königreich Württembergs nur einen Speerwurf entfernt.

 

„Heute zeigen wir mal alles, was wir gegen Weilheim nicht zeigen werden! Denn dann wissen wir, was wir nicht machen wollen.“, lobte Karpischek die Devise vor der Schlacht aus. Und das setzte die treue Raichberg-Runde auch in allen Punkten um, da blieb man natürlich standhaft!

 

So spielte man absolut gewollte in den ersten acht Minuten einen 7:1-Rückstand heraus, welchen Recke Rohse, Parzival Riegl und Trebuchet-Schütze Mauch in Folge einem Ungehorsam gleichkommend auf 8:4 verkürzten. Mit drei Treffern in Folge schickten sich Rohse, Thierwald und Reck gar an, sich den Vorgaben Karpischeks vollends zu widersetzen. So galt es bis zur Pause, sich nicht von der eigenen Keckheit übermannen zu lassen, weswegen man den Rückstand bei kontinuierlich zwei bis vier Treffern aufrechterhalten musste. Das gelang auch vor allen Dingen deswegen, weil sich Martin und Thierwald selbst in Unterzahl unbeirrt zeigten. Die Trainings-Maxime ging auf und so wechselte man mit einem Drei-Tore-Rückstand (15:12) die Seiten.

 

Um den Schlachtplan einhalten zu können, waren aber noch 30 weitere Minuten voller Grütze vonnöten. Auf den Goldäcker-Gefilden der Kraut-Kleriker schlugen Raichberg-Ritter schon so manche denkwürdige Schlacht. Man erinnere sich an die enge Partie der letzten Jahre, als die HSG ohne spielfähigen Auswechselspieler anreisen musste oder als „Demark regelt[e]“. Auch in Zukunft werden die Schlachten immer denkwürdig bleiben und so werden selbst in ferner Zukunft in einer weit, weit entfernten Galaxis enge Partien ausgetragen, wenn „Das Erwachen der Macht“ geschehen wird.

Warum aber der Kampfplatz Goldäcker nach den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte dieser Schlacht aufgrund absolut unterirdischer Handball-Grütze nicht für immer geschlossen wurde, bleibt selbst der allwissenden Müllhalde ein Magnum Mysterium. Jeder einzelne Angriff beider Mannschaften wurde nach höchstens vier Pässen aufgrund technischer Fehler abgebrochen! Da war man mit Lamentieren über das eigene Unvermögen noch gar nicht fertig, da wurde vom Gegner schon der nächste unfassbare Fehler produziert. Das war selbst für eine getreue Ritter-Runde nicht zu verkraften.

 

Den Bann brachen dann erst Waffenträger Weissinger im Tor mit einer fantastischen Parade und Streiter Schweiger über die rechte Flanke mit einem Sprint zum 15:13, als wäre der Teufel auf seinem Schlachtross persönlich hinter ihm her. Fast hatte man daraufhin den Eindruck, als könne die Raichberg-Runde doch noch in Reichweite von Punkten kommen. Aber schnell wurde aufgrund fahrlässigem Agieren und mangelnder Spielintelligenz im Angriff deutlich, dass man in diesem Trainingslanger keinen Blumentopf würde gewinnen können. Die Häufung an technischen Fehlern (über 20) gepaart mit der ungewohnten Abschlussschwäche auf allen, vor allen Dingen aber den Außen-Positionen darf jedoch nicht unerwähnt bleiben. Da konnte Karpischek aufs Schlachtfeld schicken, wen er wollte. Dergestalt ließ man die Kraut-Kleriker sukzessive ihre Kraut-Magie wirken. Ein Kraut-Kopf nach dem anderen wurde in Weissingers Netz gepflanzt. Dass sieben Minuten vor dem Ende eine direkte Qualifikation eines Kraut-Klerikers aufgrund ungestümer schwarzer Kraut-Magie verhängt wurde, fügte sich ebenso stimmig ins schaurige Bild ein, wie die Verletzung von Caballero Conrad ohne Fremdeinwirkung. Parzival Riegl gelang es darauffolgend nicht einmal beim unbedrängten Strafwurf die Hallenwand kaputt zu schießen.

 

Am Ende fiel die Niederlage mit 27:19 dennoch zu hoch aus. Mehr kann man dazu auch nicht mehr sagen.

 

Es spielten:

Weissinger, Griffith;

Schweiger (1), Thierwald (3), Rohse (2), Conrad (2), Reck (4), Riegl (1/1), Ott, Becher (2), Mauch (3), Martin (1).

Comments


bottom of page