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Ein Auf und Ab der HSG

Die HSG Ebersbach/Bünzwangen hat sich in der Landesliga beim Mitaufsteiger TSV Betzingen ein 27:27 Unentschieden erkämpft. Bei Halbzeit sah es danach nicht aus, denn die Mannschaft lag hier mit fünf Treffern Differenz 10:15 im Rückstand. Unerklärlich bleibt der Einbruch der Mannschaft ab der 15. Minute bis zum Halbzeitpfiff. Handball ist ein Sport, der immer wieder von Phasen im Spiel gekennzeichnet ist. Dies zeigte sich wieder am Samstagabend beim Gastspiel in Reutlingen, als die HSG nach 13 gespielten Minuten für die nächsten sechs Minuten torlos blieb und einen 0:6 Lauf hinnehmen musste. Genau umgekehrt war es nach Wiederbeginn, als der Mannschaft selbst ein 6:0 Lauf gelang oder wieder von der 46. Minute bis zur 55. Minute ohne eigenen Torerfolg. Das Spiel war ein einziges Auf und Ab. Die letzten sieben Minuten waren bei einem Rückstand von drei Toren beim 23:26 schließlich ein Krimi vom Allerfeinsten. Die HSG bewies nach dem klaren Halbzeit-Rückstand aber Moral und zeigte im zweiten Durchgang ihr Kämpferherz. Einstellung, Einsatz und Leidenschaft stimmten. Am Ende war es ein vielleicht leistungsgerechtes 27:27 Remis, in einem vor allem im zweiten Durchgang nervenaufreibenden Handballspiel.     

 

Die HSG fand gut in die Partie und führte nach sechs Minuten mit 4:2. Nach dem 7:7 in der 13. Minute profitierte Betzingen von einer hohen Fehlerquote vor allem im Abschluss bei der HSG. Sie verlor nun völlig den Faden und brachte ihr Tempospiel nicht mehr zur Geltung, auch weil sie durch eine zweifelhafte rote Karte geschwächt wurde. Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten. Die Gastgeber führten in der 19. Minute nach einem 6:0 Lauf mit 13:7. Im weiteren Verlauf musste die HSG in einem intensiven Match eine strengere Regelauslegung als Betzingen seitens der Schiedsrichter hinnehmen. Die Gäste fanden aus diesem Negativlauf bis zur Halbzeit nicht mehr heraus. So mussten sie mit einem deutlichen 10:15 Rückstand in die Kabine gehen.   


Die Halbzeitansprache von Trainer Thomas Burger und die deutlichen Worte des Kapitäns Florian Seidel an seine Mitspieler richteten sich auf alle die fehlenden und bisher in der Vergangenheit gezeigten Tugenden der Mannschaft. Dies zeigte Wirkung und das Team bot ein anderes Gesicht. In der Abwehr wurde nun beherzt zugelangt und im Angriff mit Willen und Durchschlagskraft gespielt. Nach dem 12:17 (32.) ließ die Mannschaft acht Minuten keinen Gegentreffer mehr zu und vorne spielte sie nun mit Herz und Leidenschaft. Torhüter Mathias Spahlinger trug hierzu wesentlich bei. Auch eine Auszeit des TSV-Trainers lief ins Leere. Sechs Tore in Folge und die HSG führte in der 40. Minute mit 18:17. Diesen Vorsprung konnte sie bis zur 46. Minute beim 23:22 durch Felix Hummel halten. Es folgte nun wieder eine nicht zu erklärende schlechte Phase der HSG mit vielen leichten Fehlern. Sie blieb neun Minuten torlos und die Einheimischen nahmen diese Schwächephase gerne an. Sie führten wieder mit drei Toren beim 26:23 (53.). Bei der HSG zeigte der Torwartwechsel – Pascal Demark kam für Mathias Spahlinger ins Tor – nochmals Wirkung. Nach dem 24:26 hielt er einen freien Wurf und wehrte zudem einen Strafwurf ab. So gelang Marc Karpischek der 25:26 Anschlusstreffer (58.), Die Crunch-Time bot nun alles. Betzingen traf zum 27:25, Sekunden später legte Nick Kreidenweiß seine ganze Wut in einen Rückraumknaller zum erneuten Anschlusstreffer. Dann der nächste Auftritt von Pascal Demark, er parierte erneut einen Siebenmeter. Nun folgte die letzte Auszeit von Trainer Thomas Burger, 22 Sekunden zeigte die Hallenuhr noch. Fast schien der letzte besprochene Angriff seiner Jungs verpufft. Doch drei Sekunden vor dem Ende legte der vorbildlich kämpfende Kapitän Florian Seidel und beste Mann an diesem Abend alles in seinen letzten verzweifelten Wurf rein. Der Ball schlug neben dem Pfosten ein – Ausgleich 27:27 – Schlusssirene und Aus. Eine starke Willensleistung der gesamten Mannschaft brachte noch den verdienten Punktgewinn. Genau so sah es auch Trainer Thomas Burger, der die Mannschaft dafür lobte, nie aufzugeben und das Herz zu zeigen, welches sie schon immer auszeichnete.     

 

Es spielten: P. Demark, M. Spahlinger; N. Krell (4), Marvin Kälberer (2), F.Stahl (2). M. Schwind (2), F. Seidel (7/1), L. Haidle, N. Kreidenweiß, (1), T. Buchele (1), Moritz Kälberer (1), T. Wieland (3/1), F. Hummel (2), M. Karpischek (2).  

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