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Eiskalte Dusche

Die HSG-Mädels traten am Sonntag mit schwerem Gepäck aus den letzten Spielen an. 0:10 Punkte sind der wohl bisher schlechteste Saisonstart jemals (und überbieten den schlechten Saisonstart aus dem letzten Jahr). Neben der individuellen Raffinesse und Ausdauer hat es in den letzten Spielen vor allem an Willensstärke und Motivation gefehlt. Man wird zwar über Nacht kein besserer Handballer, aber mit Teamgeist kann man schon einiges mehr schaffen. Neben Zaubertrank und Kinderriegel ist es vor allem das Team, das uns stark macht.

Die Spielvoraussetzungen mal wieder nicht optimal: Keine planmäßige Halblinke und eigentlich keine Wechselmöglichkeiten im Rückraum. Dafür ein weniger improvisierter Mittelblock. Nach einem ausgeglichenen Start konnten die Gäste aus Denkendorf sich schnell leicht absetzen. Beim Stand von 05:10 wurde die grüne Karte gezogen – Aufgabe: In der Abwehr früher und fester zu machen und im Angriff ordentlich zu stoßen. Gesagt, getan: Tor um Tor kämpften sich die Krapf'schen Sieben zurück ins Spiel. Bei einem Halbzeitstand von 12:15 wurden die Seiten gewechselt.

Man war doch dran! Nach der Halbzeit wurde der Abstand auf zwei Tore verkürzt, der Umbruch zum Greifen nah. Nun war aber nicht nur die Denkendorfer Torhüterin besser im Spiel, sondern auch das größere Wechselkontingent und die Erfahrung der Spielerinnen zahlte sich aus. In der 41. Minute waren die Gäste erstmals wieder auf fünf Tore davon gezogen. Ein Abstand, den weder Mama Natalie noch Kaddi als beste Werferinnen der HSG wettmachen konnten. Neben der Kondition schien auch die Motivation in der Schlussviertelstunde nachzulassen. In der letzten Auszeit schaute man nachdenklich in die Runde – keine Ansprache dieser Welt hätte in die Ohren der Spielerinnen dringenkönnen.

Und so wurden die letzten zehn Minuten zur Denkendorf-Show: Fünf Tore in Folge und nur wenig Gegenwehr im Ebersbacher Abwehrbollwerk. Während früher von "Beton anmischen" die Rede war, schien die Abwehr aus Klebeband zu bestehen. Neben sehr vielen Siebemeterentscheidungen (9 auf Ebersbacher- und 8 auf Denkendorferseite), war vor allem die Abschlussqualität wieder einmal ein Problem. Wir können nur hoffen, dass die eiskalten Wassertemperaturen im Raichberg die ein oder andere Spielerin nur endlich aufgeweckt haben.


Es spielten: L. Gromer, C. Findeis; J. Wieland (2), K. Niederberger (6/4), N. Mayer (6/2), L. Mach, L. Wieland (1/1), M. Weiler (3), P. Müller (1), M. Löser (1)

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