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Erfahren gegen Zerfahren

Ein sonniger Samstagnachmittag ist schon immer eine gute Voraussetzung zum Handballspielen. 99 % der Zeit sind wir Handballer schadenfroh, wenn die Fußballer sich im Regen duellieren. Am vergangenen Samstag war dies vermutlich erstmals umgekehrt. Mit dem TSV Denkendorf trafen wir auf den aktuellen Ligaprimus mit einer gut besetzten ersten und zweiten Reihe. Viele Spielerinnen haben früher schon Erfahrung in höheren Ligen gewinnen können und die jüngeren Spielerinnen sind mit Handballgeschick ausgestattet. Für die aktuell sehr zerfahrenen Ebersbacherinnen gab es somit nicht mal einen Blumentopf in Denkendorf zu gewinnen.


Zu Beginn wurde schon der erste der 11 Treffer aus dem linken Rückraum eingeschenkt. Während die Ebersbacher Abwehrreihe konsequent die Außen aus dem Spiel nahm, mussten die verbliebenen über Bewegung die Abwehr. Dies schien Denkendorf auch deutlich flüssiger und abgezockter zu gelingen. Im Angriff tun sich die HSG-Mädels aktuell einfach zu schwer: Der Ball wandert weder mit Druck noch mit Ballsicherheit zu den verschiedenen Angriffspositionen. Mit Harz tut man sich generell schwer, aber Pässe über zwei Meter sollten schon drin sein. So wurde der Ball entweder bereits auf dem Weg in die gegnerische Hälfte verloren oder die Torchancen nicht genutzt. An der Wurfvarianz wurde auch konsequent nicht gearbeitet und regelrecht der am Boden verwurzelte Fuß der Denkendorfer Torhüterin in Beschlag genommen.


Nach 15 miserablen Minuten musste auf Ebersbacher Seite bereits die Auszeitkarte gezückt werden. Ein Wechsel auf den Außenpositionen und am Kreis brachten allerdings auch keine Besserung. Der 6:0-Lauf der Gastgeberinnen gab der Ebersbacher Offensiven dann den Rest. Beim desaströsen Stand von 19:06 wurden die Seiten gewechselt.


Die Spielzüge waren bislang nicht erfolgversprechend; Zu sehr fehlte die Bewegung jeder einzelnen Spielerin. Kurze Wechsel und mehr Schwung waren nun die Devise der zweiten Halbzeit. Nach einem 0:5-Lauf, eingeläutet von Natalie Mayer und vollendet durch Anni Schuster, hätte man konsequent vielleicht noch die ein oder andere Fahrkarte verhindern können. Den komfortablen Vorsprung gaben die Gastgeberinnen jedoch nicht mehr aus der Hand. Die letzten zehn Minuten waren wieder einmal ein Beispiel für den gesamten Spielverlauf: Einwürfe werden direkt in die Hände der lauernden Gegnerin gespielt – es wird nicht mehr zurückgelaufen.


Für die letzten drei Saisonspiele müssen wir uns nochmal richtig zusammenreißen. Die vergangenen Spiele spiegeln weder unser Leistungsvermögen noch den Ebersbacher Handball wider. Die Mannschaft hat nun zwei Wochen Zeit, um sich auf das Kellerduell gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn einzustellen.


Es spielten: L. Gromer; J. Wieland, K. Niederberger (1), N. Mayer (8), S. Babschanik, L. Mach, L. Greiner, C. Hees (1), L. Principe (2), A. Schuster (6), L. Wieland (2).

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