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Handball ohne Verschnaufpause

Die HSG Ebersbach/Bünzwangen hat das letzte Auswärtsspiel in der Landesliga beim EK Bernhausen mit 37:43 verloren. 18:21 lautete der Halbzeitstand, das sagt schon alles über die Intensität und über das Tempo in diesem rassigen Handballspiel aus. Es war ein Torspektakel. Sage und schreibe 80 Tore durften die beiden Fanlager in einem intensiven Landesligaduell bestaunen. Trotz des am Ende mit sechs Toren verlorenen Spiels war es ein ausgeglichenes Duell, das bis zum Schluss spannend blieb und die Zuschauer ihre Freude hatten. In 60 Minuten 80 Tore sagen alles, welch eine Torfrequenz die Mannschaften an den Tag legten. Als überragender Akteur auf dem Parkett präsentierte sich Bernhausens Spielertrainer Martin Alber, der im letzten Handballspiel seiner Karriere 12 Tore für sein Team warf und zudem der Regisseur auf dem Spielfeld war. Das bekannte Bernhausener Angriffsspiel mit dem 7. Feldspieler konnte von der HSG häufig nicht verteidigt werden. Die Lücken in der Abwehr ließen sich nicht schließen. Zudem verfehlten vor allem im ersten Durchgang zu viele Würfe der Gäste auf das leere Bernhausener Tor ihr Ziel. 


Von Beginn an musste die HSG einem Rückstand hinterherrennen. Bis zum 3:8 schon in der 9. Minute hatte EK-Chef Martin Alber bereits viermal getroffen. Er war, wie sich über das ganze Spiel zeigen sollte, von der HSG-Abwehr nicht in den Griff zu bekommen. Drei Minuten später sorgten jedoch vier Treffer in Folge der Gäste für den 7:8 Anschluss. Es ging hin und her. Tore in weniger als im Minutentakt und schon war der Rückstand in der 18. Minute wieder auf fünf Tore beim 8:13 angewachsen. Eine Auszeit von Trainer Thomas Burger schien kurz Früchte zu tragen. Moritz Schwind traf doppelt zum 10:13 (20.). Die Intensität des Spiels nahm weiter zu. Über die Zwischenstände von 12:17 und 16:19 (27.) betrug der Rückstand bei Halbzeit für die HSG beim 18:21 drei Tore.   

 

Als Knackpunkt für den Verlauf im zweiten Durchgang erwiesen sich wohl die ersten zwei Minuten nach Wiederanpfiff. Der HSG gelang es nicht, eine Überzahl aus einer Zeitstrafe gegen die Gastgeber zu nutzen. Nein die Mannschaft kassierte drei Gegentore zum 18:24 Rückstand (32.). Danach gelang es der HSG, sich bis zur 40. Minute wieder bis auf ein Tor beim 27:28 heran zu kämpfen. Doch Bernhausen konnte sich auf ihren Dirigenten Alber verlassen. Er setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene und gute Wurfpositionen für seinen Kreisläufer sorgten in der 46. Minute für die erneute Führung von vier Toren beim 33:29. Louis Taxis und Torhüter Mathias Spahlinger mit einem Wurf auf den leeren Bernhausener Kasten ließen die HSG beim 31:33 (47.) wieder in Schlagdistanz kommen. Auch in der 53. Minute beim 34:37 erneut durch Mathias Spahlinger mit einem Wurf über das ganze Feld war noch nichts entschieden. Die Gäste glänzten dabei unter anderem auch wieder mit einem spektakulären Kempa-Tor durch Louis Taxis und Timo Wieland. Jetzt steigerte sich aber in der Offensive wieder die Fehlerquote. So führten die Einheimischen vorentscheidend mit fünf Toren beim 39:34 (54.). Die Niederlage für die Gäste war nicht mehr abzuwenden, weil sie auch dem hohen Tempo nun Tribut zollen mussten. Am Ende musste die HSG sich mit 37:43 geschlagen geben. Ausschlaggebend war einfach die Stärke Bernhausens im Angriff. Einmalig, denn mit 37 geworfenen Toren hat die HSG noch kein Spiel verloren. Trainer Thomas Burger zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. Er sprach von einem guten Auswärtsspiel, in dem seine Jungs dem offensiv stärksten Landesligisten alles abverlangt hat, super gekämpft und nie aufgegeben hat. Man scheiterte in einem Topspiel an Martin Alber und kann erhobenen Kopfes die Halle verlassen.  


Es spielten: P. Demark, M. Spahlinger (2); N. Krell (2), Marvin Kälberer (2), L. Taxis (4), M. Schwind (5), F. Seidel (3), F. Hummel, N. Kreidenweiß, L. Haidle, Moritz Kälberer (4), T. Buchele (3), F. Stahl (2) T. Wieland (10/2).  

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