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Holy Aperoli!

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Man munkelt, die Saison biegt bereits auf die Zielgerade ein. Noch mehr munkelt man im Buschfunk: Für jeden Punkt, den die gegnerische Mannschaft nicht bekommt, gibt es Aperol für alle. Mensch, das wäre mal ein Angebot. Doch heiliges Aperölchen, das allein reicht nicht, um beim Spitzenreiter und Meisterschaftskandidaten aus Eislingen zu bestehen. Über 30 Minuten konnte man gut mithalten und sogar zwischenzeitlich in Führung gehen. Wie man jedoch aus der Kabine kam, lässt sich wohl nur mit akuter Aperolschwäche erklären. 21 Gegentore in der zweiten Halbzeit sind schlicht zu viel.


Beide Mannschaften fanden schnell ins Spiel und lieferten sich in der ersten Hälfte ein Duell auf Augenhöhe. Die TSG Eislingen legte vor, die HSG-Mädels zogen nach: ein Muster, das man aus dieser Saison nur zu gut kennt. Doch dieses Mal ließ man sich nicht so schnell abschütteln. Vor allem Anna Karpischek, Julia Wieland und Melanie Aurenz hielten die HSG immer wieder im Spiel. Beim Stand von 4:4 griff die Heimmannschaft bereits zur frühen Auszeit, fast schon ein kleines Kompliment für die Leistung der HSG. In der Abwehr wurde beherzt zugepackt, und wenn doch einmal etwas durchkam, war Sabrina Baumann zur Stelle. Im Angriff fand man einfache und effektive Lösungen, die konsequent genutzt wurden.

Auch für einen kleinen kuriosen Moment war gesorgt: Christina Hees witterte im Stil eines schnellen Gegenstoßes ihre Chance und sprintete los – nur leider ohne Ballbesitz. Kann passieren. Dafür zeigte sich Mara Weiler treffsicher und reihte sich mit drei Toren knapp hinter der besten Werferin der ersten Halbzeit, Anna Karpischek, ein. Mit einer engagierten Leistung ging es in eine durchaus verdiente Halbzeitpause beim Stand von 13:12.


Doch wie so oft im Sport gilt: Eine gute erste Halbzeit bringt leider keine Punkte. Und obwohl der Aperol gedanklich schon fast eingeschenkt war, musste man ihn in der zweiten Hälfte kampflos wieder aus der Hand geben. Vor allem in der Abwehr verlor die HSG den Zugriff: Das Verschieben auf die Ballseite, das zuvor noch gut funktionierte, gelang nun kaum noch. Die Gastgeberinnen fanden zu einfach die Lücken und nutzten diese konsequent. Innerhalb weniger Minuten setzte sich Eislingen deutlich ab. Auch eine Auszeit des Trainerduos Krapf & Fischer-Roos konnte den Lauf der Gastgeberinnen nicht mehr entscheidend stoppen. Hinzu kamen vergebene Siebenmeter und zu viele einfache Ballverluste, die es erschwerten, den Anschluss zu halten. So nahm das Spiel seinen Lauf, und der Tabellenführer wurde seiner Favoritenrolle am Ende gerecht.


Trotz der deutlichen zweiten Halbzeit bleibt festzuhalten: Über 30 Minuten konnte man mit dem Spitzenreiter mithalten und phasenweise sogar das Spiel bestimmen. Darauf lässt sich aufbauen.

Für zwei wichtige Punkte braucht es dafür wohl mehr als das Versprechen eines holy Aperoli. Mal schauen, ob die Aussicht auf Klassenerhalt genug Anreiz bietet, um alles in die Waagschale zu werfen. Einen Aperol hätte man damit zumindest mal sicher.


Es spielten: C. Findeis, S. Baumann; S. Babschanik, J. Wieland (2), K. Niederberger (2), A. Karpischek (5), L. Principe, M. Schiffner, L. Mach, M. Aurenz (6), L. Beutel (3/1), L. Wieland, N. Häderle (1), M. Weiler (4), C. Hees (1), M. Frasch.


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