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Jägerinnen der verlorenen Punkte

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Wie in jedem guten Abenteuerfilm ärgert man sich am Ende, wenn der Underdog die Geschichte nicht doch noch drehen kann oder sich das Blatt nicht noch zum Guten wendet. Leider war es auch am vergangenen Wochenende so: Die starke Leistung aus der ersten Halbzeit und der Schlussviertelstunde reichte am Ende nicht aus, um sich mit Punkten zu belohnen. Was jedoch klar hervorgehoben werden muss: Am Wochenende wurde gemeinsam gekämpft, gespielt und gejubelt und nicht gehadert. Genau darauf lässt sich aufbauen, denn auch in den kommenden Wochen müssen die großen Abenteurerinnen wieder auf die Platte zurückkehren und alles für den Klassenerhalt investieren.


Ganz im Sinne eines guten Abenteuerfilms begann auch dieses Spiel ohne lange Einleitung: Mit viel Tempo und Einsatz war man sofort mittendrin. Ähnlich wie bei Jäger des verlorenen Schatzes ließ die HSG von Beginn an Taten sprechen. Sabrina Baumann entschärfte direkt den ersten Siebenmeter, musste sich jedoch im Nachwurf geschlagen geben. Auf der Gegenseite verwandelte Lena Beutel sicher. In der Anfangsphase geriet die HSG jedoch, ganz wie Indiana Jones auf der Suche nach Artefakten, immer wieder in die Fallen der gegnerischen Abwehr. Ballverluste, ungenaue Abschlüsse und Abstimmungsprobleme in der Defensive führten schnell zu einem Rückstand von 6:2. Doch die Mannschaft fand zunehmend besser ins Spiel: Laura Principe, Lena Beutel, Melanie Aurenz und Lena Wieland übernahmen Verantwortung und verkürzten den Abstand. Beim Stand von 11:8 sah sich die Heimmannschaft aus Kuchen zur Auszeit gezwungen. Auch Anna Karpischek, nach ihrer Rückkehr aus dem Krankenlager, setzte wichtige Akzente, wurde jedoch in einer Aktion im Wurfarm gestoppt. Die daraus resultierende Überzahl nutzte die HSG konsequent und arbeitete sich weiter heran. Mit einem knappen 14:13 ging es schließlich in die Halbzeitpause.


Die erste Hälfte zeigte deutlich: An diesem Tag begegnete man sich auf Augenhöhe. Entsprechend motiviert ging die HSG in die zweite Halbzeit und wurde direkt belohnt – Melanie Aurenz erzielte den umjubelten Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz, da im direkten Anschluss eine Zeitstrafe folgte. Die Gastgeberinnen nutzten diese Phase konsequent aus und erspielten sich erneut einen kleinen Vorsprung. In der Folge tat sich die HSG sowohl im Angriff als auch in der Abwehr schwer den Rhythmus zu halten. In der Defensive fehlte teilweise die letzte Abstimmung, während im Angriff zu oft die nötige Ruhe und Klarheit fehlten, um sich zwingende Chancen herauszuspielen. Auch einige strittige Situationen sorgten für Unruhe im Spiel, wobei eine konsequentere Linie auf beiden Seiten für mehr Klarheit hätte sorgen können. So wuchs der Vorsprung der Gastgeberinnen nach und nach an. Im Sinne eines Abenteuerfilms rannte die HSG (bildlich gesprochen) dem immer näher rollenden Fels davon, ohne ihn am Ende noch aufhalten zu können. Besonders die Zeitstrafen in der Schlussviertelstunde erschwerten es zusätzlich, den Anschluss zu halten und den Spielfluss aufrechtzuerhalten.


Trotz der Niederlage bleibt festzuhalten: Die Mannschaft hat über weite Strecken gezeigt, dass sie mithalten kann. Mit mehr Konstanz und Ruhe in den entscheidenden Momenten wäre an diesem Tag durchaus mehr möglich gewesen. Diese Erkenntnis gibt Zuversicht für die kommenden Aufgaben – denn das Potenzial, auch schwierige Spiele zu bestehen, ist klar erkennbar.


Es spielten: P. Müller, S. Baumann; S. Babschanik, J. Wieland, L. Principe (2), V. Hadyk, L. Mach, M. Aurenz (5), A. Karpischek (1), L. Beutel (8/5), L. Wieland (3), N. Häderle (1), M. Weiler (1), M. Frasch.

HSG Ebersbach-Bünzwangen

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