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Kopf- und Chancenlos in Plieningen

Wenn das Spiel letzte Woche gruselig war, dann grenzt dieses Spiel wohl schon an Horror. Alleine der Endstand von 29:12 lässt es einem eiskalt über den Rücken laufen. Nominell, strukturell und personell unterlegen, bestückt mit Wurf- und Verletzungspech, anders lässt sich das Spielergebnis kaum beschreiben.


Personell besser (und zahlreicher) aufgestellt als letzte Woche, ging die Reise für uns ins nicht ganz so ferne Plieningen. Vier Autos, elf Spielerinnen und ca. 10 Lieder aus High School Musical, Schlager und dem Barbie-Film später, trudelten wir in Plieningen ein. Nach Kaffee- und Softdrinktestung ging es in die Umkleidekabine. Fünf der Krapf'schen Sieben wieder in der Startaufstellung vereint, wurde der Schlachtplan für das meist körperliche und handballersich nicht sonderlich hochwertige Spiel in Plieningen geschmiedet. Gewarnt von den Begegnungen der letzten Jahre wurden die wichtigsten Komponenten des Plieninger Angriffsspiels nochmal aufgezählt: Obacht vor Rechtsaußen, raus auf die Rückraumschützin und aufmerksam beim Chaos-Spielzug mit Einlauf.


Pünktlich um 19:00 Uhr wurde die Partie angepfiffen. Wahlweise starteten wir in der Abwehr. Nach Foul und Freiwurf knickte Kaddi während einer Abwehraktion um. Die Halle verstummt, alle Spieler betroffen und ein Schrei nach Kühlakkus hallte durch die eiskalte Plieninger Sporthalle: Ein Schockmoment für alle Beteiligten. Sichtlich schockiert und wie erstarrt gingen die ersten Spielminuten an uns vorbei. Die Gegentore stapelten sich zum 6:0 ohne Gegenwehr, folgerichtig die Auszeit. Ruhig durchspielen, Fehlpässe minimieren und in der Abwehr besser absprechen, lautete die Ansprache. Ruhig, fast einschläfernd wurde der Ball von Links nach Rechts und in jedem zweiten oder dritten Angriff auch direkt dem Gegener in die Hände gespielt. Mit einem Stand von 15:6 wurden die Seiten gewechselt.


Die erste Viertelstunde vermutlich die besten Minuten im Ebersbacher Angriffsspiel. Saubere Absprache in der Abwehr, schön ausgespielte Angriffe, Rückraumfackeln aus dem rechten Rückraum und Kontertore - eigentlich können wir doch Handball spielen. Aber auch nur eigentlich: Nach 15 Minuten war der Handballtraum im Keim erstickt, bis Abpfiff gibt es keinen weiteren Torabschluss. Tja, viel Schatten und wenig Licht.


Und wie geht es jetzt weiter? Aus den Fehlern lernen, besser in der Abwehr absprechen, den zweiten und auch dritten Schritt für die Mitspieler gehen. Bei so viel Schatten dann vielleicht auch die ein oder andere Dosis Vitamin D einwerfen, um besser durch diese dunkle Jahreszeit zu kommen.


Es spielten: L. Gromer; J. Wieland (3), N. Mayer (2), C. Hees (3), M. Weiler (1), L. Mach (1), M. Löser, K. Niederberger, N. Häderle, A. Blum, L. Wieland (2/2)

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