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Mit Glitzer ist man immer schneller

  • 4. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Vielleicht waren es der Glitzer und das Mikroplastik, die die HSG-Mädels in dieser Saison erstmals zu 30 Treffern animieren konnten. Vielleicht aber auch die geschlossene Mannschaftsleistung, der Kampfgeist und die mahnenden Gesichter des Trainerduos als Tattoos verewigt. Am Ende ist das aber eigentlich völlig egal, denn ein letzter Spieltag macht eben nur dann richtig Spaß, wenn man ihn mit einem Derbysieg feiern kann.


Viel zu oft blieb man in dieser Saison unter den eigenen Erwartungen, haderte mit sich selbst oder verlor den Mut. Und eigentlich wussten schon zu Saisonbeginn alle: Wer das Derby verliert, könnte am Ende ganz tief unten reinrutschen. Umso wichtiger war es für beide Mannschaften, die Runde mit einem positiven Gefühl abzuschließen. Spannung war also von Beginn an garantiert.

Den besseren Start erwischte allerdings die HSG. Geburtstagskind und schnellste Maus aus Rechberghausen, Laura Principe, eröffnete nicht nur das Spiel mit dem 1:0, sondern legte direkt das 2:0 nach. Die Gäste hielten jedoch dagegen und glichen per Siebenmeter erst zum 2:2 und später zum 2:3 aus. Wie schon im Hinspiel kam Anna Karpischek mit ordentlich Dampf aus der Kabine und traf direkt doppelt. Uhingen blieb zunächst vor allem über die Siebenmeter im Spiel, ehe Melanie Aurenz und erneut Laura Principe die erste etwas komfortablere Führung für die HSG herauswarfen. Marie Frasch erhöhte per Gegenstoß, Melanie Aurenz stellte auf 8:5. Die Gäste zogen daraufhin früh die grüne Auszeitkarte.

Doch auch nach der kurzen Pause blieb der Wind klar in den Ebersbacher Segeln. Lena Beutel, Sina Babschanik, Mara Weiler, Melanie Aurenz, Mona Schiffner, Julia Wieland, Anna Karpischek und Laura Principe spielten sich phasenweise in einen kleinen Rausch und schraubten das Ergebnis bis zur Halbzeit auf eine deutliche 18:8-Führung.


Nach der Pause war allerdings klar: Zurücklehnen ist keine Stärke der HSG und wenn man es doch versucht, wird es meistens nochmal unnötig spannend. Also machte Mara Weiler direkt weiter, erst mit einem sehenswerten Treffer von Rechtsaußen, danach mit einer ordentlichen Rückraumrakete. Im Anschluss verlor der Ebersbacher Angriff jedoch etwas den Faden. Zu viele Passfehler, Ballverluste und fehlende Konsequenz brachten die Gäste Stück für Stück wieder zurück ins Spiel. Vor allem über das einfache Stellungsspiel konnte Uhingen einige einfache Tore erzielen, während die HSG-Abwehr nicht mehr ganz den Zugriff aus der ersten Halbzeit fand. Gut also, dass man sich vorher ein ordentliches Polster erarbeitet hatte. Immer wieder sorgten Julia Wieland, Melanie Aurenz und Lena Beutel dafür, dass die Partie nicht mehr ernsthaft kippte. Den Schlusspunkt setzte schließlich Sina Babschanik, die nicht nur den letzten Treffer des Spiels, sondern auch den insgesamt 30. Treffer für die HSG erzielte.


Nach dem Spiel wurde dann allerdings nicht nur gefeiert, sondern auch Abschied genommen. Kathrin Niederberger wird ihre Handballschuhe vorerst an den Nagel hängen. Julia Wieland, Lena Wieland, Mara Weiler und Vanessa Hadyk legen eine Handballpause ein. Wir freuen uns jetzt schon auf den Tag, an dem es euch wieder in den Fingern kribbelt – ihr wisst ja, wo ihr uns findet.

Außerdem werden sich Melanie Aurenz und Lena Beutel künftig dem TV Reichenbach anschließen. Wir wünschen euch beiden viel Erfolg und nur das Beste für eure sportliche Zukunft!


Zum Schluss bleibt vor allem eines zu sagen: Danke. Danke für die Unterstützung während der gesamten Saison, in schwierigen Phasen genauso wie in den schönen Momenten. Jetzt gönnen sich die HSG-Mädels erstmal einen Kurzurlaub auf der schönsten Partyinsel im Mittelmeer, bevor dann wieder fleißig für die nächste Runde trainiert wird.


Es spielten: C. Findeis, S. Baumann; S. Babschanik (4), J. Wieland (2), K. Niederberger, M. Schiffner (1), L. Principe (4), L. Mach, M. Aurenz (7), A. Karpischek (3), L. Beutel (3/1), L. Wieland, N. Häderle (1), M. Weiler (4), M. Frasch (1).


HSG Ebersbach-Bünzwangen

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