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Sechs, sieben Tore zu wenig

  • vor 1 Tag
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28.02.2026

M-BK

TV Altbach - HSG 2


Auch vom zweiten Auswärtsspiel der Rückrunde kamen die Raichbergritter ohne Zählbares nach Hause. Vom Papier her hätte man von einem Topspiel – Dritter gegen Vierter – sprechen müssen, aber dieser Zuschreibung wurde die Partie nur unzureichend gerecht. Weil die Ritter im Angriff häufig zu zahnlos und in der Abwehr zu bewegungsfaul agierten, geht der Sieg für Altbach völlig in Ordnung.

 

Die HSG startete prächtig in die Partie und führte nach zwei Becher-Treffern schnell mit 2:0. In den ersten sechs, sieben Minuten spielte der TVA verhalten und scheiterte immer wieder an der Ritter-Abwehr sowie dem dahinter gut aufgelegten Weissinger im Tor.

Vielleicht war die Kraftwerkbrigade aus Altbach zu Beginn noch zu nervös, denn die letzte Niederlage nach zuletzt acht Punkten aus fünf Partien musste das Heimteam gegen die HSG verkraften.

Dann aber schüttelte der TVA seine Nervosität ab und übernahm mit vier Treffern in Folge das Kommando. Auch wenn die Ritter durch Mauch (3:4, 10. Minute), Karpischek (4:5, 14. Minute) und Rohse (5:6, 17. Minute) in der Anfangsphase immer wieder den Anschluss herstellten, gab Altbach die Führung bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Während die HSG vorne nun zunehmend den Faden verlor, ließ man in der Defensive den Gegner ein ums andere Mal fast ohne Körperberührung zum Wurf kommen. An den Hinterleuten im Ritter-Gehäuse lag es keinesfalls, dass das Heimteam seinen Vorsprung bis zum Pausenpfiff schon auf 9:15 ausbauen konnte. Weissinger, Griffith und Häderle im Wechsel entschärften immer wieder auch unhaltbare Bälle und blieben bei stolzen 67% der Siebenmeter Sieger. Altbach hingegen genügte ein Christopher Weiß mit Beinarbeit wie Sonic the Hedgehog, um jegliche Spannung aus der Partie zu nehmen. Mit zehn Treffern wurde er am Ende unangefochtener Top-Torschütze.

 

Auch nach der Pause änderte sich am Rückstand wenig. Zwar erspielten sich die Ritter formidable Einwurfmöglichkeiten, aber gleich vier vergebene 100%-Chancen in den ersten fünf Minuten ließen den TVA den Vorsprung auf kontinuierliche sechs bis sieben Tore ansteigen. Da halfen auch Griffiths Tentakelarme nicht. Die HSG muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sich das Gros von Reimanns Ritter aufgrund der komfortablen Tabellensituation schon zu früh mit einer Niederlage abfand. Nicht so aber die Jungfüchse im Team. In ihrem ersten Aktivenspiel überzeugten Lukas Hummel beim 16:22, 17:24 und 21:26 (--> verdienter MVP) sowie Moritz Kälberer beim 22:26 von der Eckfahne nicht nur mit ihren Treffern. Ihre Einstellung riss die restlichen Ritter förmlich mit, sodass man sechs, sieben Minuten vor dem Ende wieder bis auf vier Tore rankam. Die fünfte Zeitstrafe für die HSG, während Altbach bis dato keine einzige verkraften musste, ließ die aufkommende Hoffnung jedoch jäh im Keim ersticken.

 

Letztendlich muss man mit der 23:28-Niederlage den dritten Tabellenplatz an Altbach abtreten. Für einen Sieg hätte man einfach sechs, sieben Tore mehr benötigt...

 

HSG:

Im Tor: Weissinger, Griffith, Häderle

Im Feld: Riegl (2/1), Unterkircher (1), Heer, Karpischek (5), Rohse (2), By Chan, Kälberer (1), Becher (3), Conrad (1), Reck (1), Hummel (3/1), Martin (1), Mauch (3).

Offizielle: Reimann, Stahl.

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