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Uneinigkeit am Tag der Einheit

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Ein gebrauchter Tag für die HSG-Mädels: Maskottchen Alfredo muss ohne seine Freundin Gisela auskommen, und die HSG-Mädels ohne Punkte und mit wenigen Toren. Einigkeit und Recht und Freiheit gelten eben auch nur, bis die Schiedsrichterin pfeift, man den Ball verliert oder volles Rohr neben das Tor schießt. Wenn man es genau nimmt, hat man mit 24 Gegentoren keine schlechte Abwehr gespielt, im Angriff hat man sich allerdings immer wieder selbst den Weg verbaut.


Die ersten 20 Minuten war man noch gut im Spiel: Zwar legten die Gastgeberinnen aus Esslingen vor, jedoch konnten Annika Faltin per Strafwurf und Sina Babschanik aus dem Rückraum die ersten Treffer für die HSG erzielen. Anna Karpischek, an diesem Samstag als Kreis- und Rückraumspielerin im Einsatz, mopste sich den Ball nach dem Torabwurf und konnte die HSG mit 2:3 wieder in Führung werfen. Nach zwei unaufmerksamen Abwehraktionen rief Trainer Kevin Krapf seine kleine, aber feine Spielbank zum Gespräch. Im Angriff musste man einfach den Ball besser laufen lassen, tiefer stoßen und das Tor treffen. Während die Abwehr wirklich kämpfte, stand sich der Angriff jedoch immer wieder selbst im Weg. Oder wie geht das Sprichwort nochmal: das Tor vor lauter Abwehr nicht sehen? Nadine Häderle und Lena Gratz warfen nochmal alles rein, konnten den Rückstand aber nicht mehr verkürzen. Mit einem 11:6 ging es schließlich in die Halbzeitpause.


Fünf Tore sind im Handball definitiv kein Todesurteil. Wenn sich die fünf Tore im Kopf aber plötzlich wie 20 anfühlen und die Wechselmöglichkeiten begrenzt sind, wird es natürlich schwierig. Dann hilft eigentlich nur noch Kampfgeist und leider hielt sich auch dieser in der zweiten Hälfte etwas im Rahmen. So richtig wollte an diesem Samstag auf HSG-Seite nichts zusammenlaufen. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft, die wenigen klaren Chancen wurden nicht konsequent genutzt und auch in der Abwehr fehlte phasenweise der letzte Schritt. Am Ende stand deshalb eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel.


Aber: Es ist nicht unbedingt das Ergebnis, das am Ende zählt, sondern auch das Gefühl, das man aus einem Spiel mitnimmt. Und gemeinschaftlich war man sich nach dem Spiel sehr sicher, dass man sich so nicht noch einmal präsentieren möchte und sich auch nicht noch einmal so fühlen möchte. Also: abhaken, Mund abwischen und weitermachen. Jetzt heißt es, aus diesem Spiel die richtigen Schlüsse zu ziehen, im Training wieder Gas zu geben und nächste Woche mit voller Kraft neu anzugreifen.


Es spielten: S. Baumann; A. Eisele, S. Babschanik (1), L. Gratz (3), L. Principe (1), L. Mach, A. Karpischek (2), A. Faltin (4/4), N. Häderle (1), A. Blum.

HSG Ebersbach-Bünzwangen

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