Who u gonna call? Raichbergritter-Cantina-Band!
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21.02.2026
M-BK
HSG 2 - TSV Köngen 2
Weil es die gesamte Raichberg-Tafelrunde im Kollektiv entscheidet und die Last nicht nur von einzelnen Schultern getragen werden muss, ernten die Ritter auch im Rückspiel gegen „Keeenga“ einen schmackhaften Sieg.
„Nur wer die Schwerter in entscheidenden Phasen todesmutig kreuzt wie sonst die Geisterjäger ihre Strahlen, wird hier gewinnen,“ lautete Mauchs Ansage lange vor der Partie. Er wollte nicht wahrhaben, dass die Jungfüchse der HSG mit diesem alten Film nichts mehr anzufangen wissen. Entsprechend wenig verwunderlich entwickelte sich eine Anfangsphase, in welcher der Gast nahezu kontinuierlich in Front lag und die von dem ein oder anderen Rückschlag geprägt war. So landete Schnellfuß Conrad gleich im ersten Angriff nach einem Foul dergestalt ungeschickt auf dem Steißbein, dass er verletzt ausgewechselt werden musste. Die erfahren(er)en Ritter um Labude, Riegl, Karpischek und Heer hingegen verstanden ihren Team Alt-Kollegen sehr wohl. Die ersten zehn Treffer der HSG gingen auf das Konto der „weit jenseits der 30er“. Diese Treffer waren hingegen auch bitter nötig, denn in der völlig offenen Anfangsphase wogte das Spiel hin und her, wobei eher die Gäste leichte Vorteile verbuchen durften. Dass mit Köngens gefährlichstem Angreifer Manuel Uttendorfer jedoch auch auf der anderen Seite ein Spieler stand, der Ghostbusters 1 noch im Kino hätte erleben können (wenn auch als Säugling), passte nur ins Bild. Eine zerfahrene Partie wurde den Zuschauern geboten, wenngleich auch nicht niveauarm.
Die beste Szene der ersten Hälfte war unbestreitbar Coach Reimanns Sprössling Louis vorbehalten, als er zum Wischen an den gegnerischen Strafraum beordert werden musste. Dem Ruf folgte er im Vollsprint und wurde nach getaner Arbeit vom Unparteiischen Stavros Stathopoulos mit einem „High Five“ bedankt! Solche Szenen bitte gerne öfter!
Jedenfalls traf Uttendorfer nach Köngens Auszeit in der 19. Minute zum 9:8-Anschluss, woraufhin die Raichbergritter auch noch binnen 15 Sekunden gleich zwei Zeitstrafen hinnehmen mussten. Erst misslang Seipel der Versuch, seinen Pfostentreffer im Angriff wieder wettzumachen und dann kam Karpischek im 1:1 ungestüm einen Schritt zu spät.
Nun hätte man seinen Kopf eigentlich in der Geisterfalle einfangen können, ... aber da war doch auch was im Hinspiel gegen den TSV... Damals überstand man in einer entscheidenden Phase auch eine doppelte Unterzahl und trumpfte just erst so richtig auf.
Als wäre man die Raichbergritter-Cantina-Band spielte man so „den selben Song nochmal“. Weissinger im Tor parierte einen Strafwurf. Conrad kehrte auf das Parkett zurück und organisierte im Doppelpass mit Mauch das für den Gegner schmerzhafte 10:8 (23. Minute). Weissinger blieb obendrein noch in einem Konter der Gäste Sieger.
Als müsste sich nun die jüngere Generation erst recht beweisen, rannte Seipel mit seinem Protonenpäckchen unentwegt und ohne Rücksicht auf seinen Traumkörper in Richtung Köngener Tor - belohnt wurde er mit dem 11:9 und dem 12:10 (27. Minute) innerhalb von nur 40 Sekunden!
Weil Martin dann nach einem technischen Fehler des Gegners Becher mustergültig am Kreis zum 13:11 bediente mitsamt Zeitstrafe für die Gäste, ließ sich auch Karpischek beim 14:11 mit einem Mü zu viel Platz nicht zweimal bitten. Die Pause hätte sich eigentlich jetzt genau richtig angefühlt, aber die Gäste nutzten die verbleibenden 80 Sekunden noch geschickt aus. Erst traf der in Tobins Geisterführer eigentlich als Rückraum-Schreckgespenst aufgeführte Alexander Heinz von ungewohnter LA-Position, dann wurde zuerst Becher und daraufhin Martin nahezu gleichzeitig auf die Geisterfallen-Strafbank geschickt. Schon wieder doppelte Unterzahl? Ach, du großer Gott! Und auch noch Strafwurf für den TSV?
Who u gonna call? Raichbergritter-Cantina-Band-Weissinger! Nix war’s für die Gäste! Halbzeitstand 14:12.
Gleichwohl startete man die zweite Hälfte in doppelter Unterzahl und so war es natürlich Klasse VI Dämon Uttendorfer, nur Oberdämon Gozer der Gozerianer unterstehend, der seine Geister nach nur 15 Sekunden zum 14:13 näherbrachte. Aber erneut schloss die Raichbergritter-Cantina-Band aus schwierigem Winkel über RA ab. Reimanns Heer, also der Stefan, bugsierte die Kugel über das Kurze Eck mit Doppelpfostentreffer zum 15:13. Der Raichberg brodelte! Aber Köngen hatte ihren Klasse VI-Uttendorfer: 15:14 und 15:15 (32. Minute). Zudem fehlte Riegl zum zweiten Mal bei seinem Strafwurf das Glück und zu allem Überfluss überpacte Weissinger im Gegenzug. So blieb man weitere 120 Sekunden in Unterzahl und die Gäste trafen in Folge vom Punkt.
In der 35. Minute sah sich die Raichbergritter-Cantina-Band hiernach erneut einem Rückstand (15:16) ausgesetzt. Es war eine schwierige Phase, in welcher man des Öfteren die Funktionsweise der Abwehr-Eindämmung der HSG auf harte Proben stellte. Aber die Ecto-Lagerungseinheit der Raichberg-Geisterjäger stand sicher im HSG-Keller und zudem durfte Häderle in Folge sein Können darbieten. Karpischek traf vom Punkt zum 16:16 (35. Minute), Reck (das ist der Typ, der quasi vor 10h noch mit 111 Km/h auf der Skipiste zu finden war) per Konter zum 17:16, Labude verhinderte den Folgekonter und Becher traf, nachdem Rohse zuvor noch am Pfosten scheiterte, zum 18:17 (39. Minute).
Unfassbar spannend entwickelte sich nun die Partie und es „Seipel-Becher-Seipel“te sich bis zum 21:20 (46. Minute) hin. Köngen bat seine Schreckgespenster zur Auszeit, aber die Raichbergritter antworteten mit By Chans 22:20 (es gibt einfach niemanden, der so mannschaftsdienlich spielt wie er!). Deswegen durfte sich dieser als Belohnung auch in der Manndeckung von Uttendorfer ausruhen.
Köngens Auszeit konnte nichts mehr ändern. Die Raichbergirtter boten ihre vollendete Tugend auf. Vorne gute Laune, hinten gute Laune, links gute Laune und rechts gute Laune. Deswegen erhöhten auch erst Karpischek und Becher auf 24:21 und dann stellte Labude mit dem 25:21 (55. Minute) vom Punkt auf die erste Vier-Tore-Führung der Partie überhaupt. Coach Reimann hatte genug gesehen. Köngens Umweltbehörde ließ er 55 Minuten schalten und walten. Er wollte es nicht nur an Häderles Paraden festmachen. Nun war genug. Nun brach die Zeit der Geißel des Raichbergs an. Nun sollte es der „maybe the best right wing in the world“ entscheiden. Und das tat er. Die letzten drei HSG-Treffer gingen auf das Konto von Unterkircher, womit er im Alleingang den nächsten Heimsieg der Raichbergritter-Cantina-Band in C-Dur flötete – ganz ohne Kreuz, ganz ohne b – einfach pure Harmonie!
Mit 28:25 gewinnen die Ritter so auch das Rückspiel gegen „Keeenga“ absolut verdient und arbeiten sich in der Tabelle wieder auf einen schmackhaften dritten Platz.
Spielt von mir aus gerne den selben Song nochmal. Und nochmal. Und nochmal...
HSG:
Im Tor: Weissinger, Griffith, Häderle
Im Feld: Riegl (2/2), Karpischek (4/1), Labude (4/1), Rohse, By Chan (1), Unterkircher (3), Becher (4), Conrad, Reck (1), Seipel (4), Martin, Mauch (3), Heer (2)
Offizielle: Reimann, Stahl, Haidle.

