Würdest du lieber gegen einen Säbelzahntiger kämpfen oder gegen Denkendorf spielen?
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Puh, schwere Frage. Nach dem Spiel gegen den TSV Denkendorf könnte man kurz ins Grübeln kommen. Vielleicht doch lieber der Säbelzahntiger? Der läuft wahrscheinlich auf dem Land schneller, die ein oder andere HSG-Spielerin wäre im Wasser vielleicht im Vorteil – also würde sich das Ganze wohl in einem Triathlon auf dem Rad entscheiden. Und da würden die HSG-Mädels vermutlich gar nicht so schlecht aussehen. Naja, beim nächsten Mal ist man bekanntlich schlauer.
Zum Spiel selbst: Bereits in der Anfangsphase zeigten die Gastgeberinnen aus Denkendorf, warum sie zu den Spitzenteams der Liga zählen. Mit viel Tempo, klaren Abläufen und konsequent ausgespielten Angriffen erspielten sie sich innerhalb der ersten 15 Minuten einen Vorsprung von 10:3. Die HSG-Mädels kämpften zwar um jeden Ball, fanden jedoch nur schwer ins eigene Spiel. Bis zur Halbzeit baute Denkendorf den Vorsprung weiter aus, sodass es mit einem deutlichen 18:7 in die Kabine ging.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich das gleiche Bild: Denkendorf nutzte seine Chancen konsequent, während die HSG trotz Einsatz immer wieder an der gut organisierten Abwehr der Gastgeberinnen scheiterte. Am Ende setzte sich der TSV Denkendorf 2 deutlich mit 37:10 durch.
Und woran hat es letztlich gelegen? Vermutlich an einer Mischung aus der großen Erfahrung und Abgeklärtheit der Denkendorfer Mannschaft – und daran, dass sich bei den HSG-Mädels noch einiges entwickelt. Vielleicht liegt es ja auch ein bisschen am berühmten präfrontalen Kortex: Der Teil unseres Gehirns, der für Planung, Entscheidungsfindung und Spielübersicht zuständig ist, entwickelt sich bekanntlich erst vollständig bis etwa zum 25. Lebensjahr. Da hat die junge HSG-Mannschaft also noch ein paar Jahre Potenzial vor sich.
Trotz des deutlichen Ergebnisses bleibt festzuhalten: Die Mannschaft hat sich der Aufgabe gestellt, oft gekämpft und wertvolle Erfahrungen gegen ein Topteam der Liga gesammelt. Solche Spiele sind nicht immer angenehm, können aber wichtige Schritte in der Entwicklung sein. Mit dem Zusammenhalt im Team, der Unterstützung von der Tribüne und etwas Geduld darf man gespannt sein, wie sich diese junge Mannschaft in den kommenden Wochen und auch mit Blick auf die nächste Saison weiterentwickelt.
Es spielten: C. Findeis, S. Baumann; S. Babschanik (1), J. Wieland (1), K. Niederberger, N. Mayer (1), V. Hadyk (1), L. Mach, L. Beutel (3), L. Stoll, N. Häderle (1), M. Weiler (2), T. Hayvali, M. Frasch.
